Knast für Churer Polizist erkennt Bomben-Depp an der Stimme

CHUR (GR) - Ein 38-Jähriger versuchte mit einer falschen Bombendrohung, Chaos am Churer Fest zu provozieren. Weil ein Polizist am Telefon seine Stimme erkannte, muss der Querulant jetzt hinter Gitter.

Sie haben es wieder getan: Die Einbrecherbande aus Trin GR hat in der Nacht auf Mittwoch schon die zweite Polizeikontrolle durchbrochen und weitere Einbrüche verübt. (Symbolbild) play
Ein aufmerksamer Beamter der Graubündner Kantonspolizei machte dem Unruhestifter einen Strich durch die Rechnung (Symbolbild). Keystone

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Beinahe hätte da Churer Fest 2015 in einem Chaos geendet. Gegen Mitternacht meldete sich ein Mann bei der Polizei und drohte mit der Zündung einer Bombe, schreibt die «Südostschweiz». Jetzt muss der Mann für 15 Monate ins Gefängnis.

«Ich rechne sicher mit 200 Toten. Der Timer ist auf 0.30 Uhr gestellt», teilte der Mann am Telefon mit.

Doch es kam weder zu Toten noch zur Zündung einer Bombe – das Festgelände wurde nicht einmal evakuiert. Denn der Polizist am anderen Ende erkannte die Stimme des 38-jährigen Anrufers. Dieser hatte die Polizei einige Monate zuvor bereits über den Notruf zum Narren gehalten.

Der Polizist ging deshalb nicht auf die Drohung ein – und liess die Pläne des Anrufers, eine grossangelegte Polizeiaktion am Arcas-Platz zu provozieren, platzen.

Sachbeschädigung mit Joghurt

Der 38-Jährige war der Polizei auch schon daher bekannt, weil er im November 2014 eine Person mit einer Pfefferpistole verletzt hatte. Er schoss dem Opfer aus einer Entfernung von 20 Zentimetern ins Gesicht. Resultat: eine Platzwunde an der Oberlippe.

Zudem hatte der Bombendroher beim Kauf der Pistole gelogen: Er gab an, keinen Eintrag im Strafregister zu haben, obwohl das nicht der Wahrheit entsprach. 

Im Jahr 2015 machte sich der 38-Jährige wegen Sachbeschädigungen einen Namen: Er warf von seiner Wohnung aus ein Joghurt an die gegenüberliegende Hausfassade. Drei Tage später machte er dasselbe mit einer Pfeffermühle und zwei Gläsern. 

Psychologische Behandlung

Gestern musste er sich der Mann wegen versuchter schwerer Körperverletzung, mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz, mehrfacher Sachbeschädigung und mehrfachen falschen Alarms vor dem Bezirksgericht Plessur verantworten.

Das Gericht ging nicht auf die Argumente des Verteidigers ein. Der Angeklagte wurde in allen Punkten schuldig gesprochen. Zusätzlich zur Gefängnisstrafe muss er sich einer ambulanten psychologischen Behandlung unterziehen. (vac)

Publiziert am 09.12.2016 | Aktualisiert am 09.12.2016
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