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Das entsprechende Gesetz über den Abbau von Mineralien wurde mit 350 Ja- zu 143 Nein-Stimmen bei 31,2 Prozent Beteiligung angenommen. Gold ist im Bündner Oberland ein Thema, seit Geologen 1983 in der Lukmanier-Schlucht goldhaltiges Erz entdeckt hatten. Die Region gilt neben dem Napfgebiet in den Kantonen Luzern und Bern als die goldhaltigste der Schweiz.
Nach der Entdeckung untersuchte eine kanadische Gesellschaft die mineralisierte Zone von rund 15 Kilometern Länge und zwei Kilometern Breite. Sie erstreckt sich über das Gebiet der Gemeinden Tujetsch, Medel/Lucmagn, Disentis, Somvix und Trun.
Dicke Funde
Die erfolgreichste Probebohrung ergab damals einen Goldgehalt von 17 Gramm pro Tonne Gestein. Konzentrationen ab zehn Gramm wurden als möglicherweise rentabel eingestuft. Dennoch kam es zu keinem kommerziellen Abbau.
Die Hoffnung auf einen Goldrausch erhielt aber immer wieder neue Nahrung. 1997 fischte ein professioneller Goldwäscher ein Klumpen Gold von 123 Gramm aus dem Rhein bei Disentis.
Drei Jahre später stiess ein anderer Glückspilz auf insgesamt 1,3 Kilogramm Gold, darunter eine mit rund 400 Gramm überzogene Quarzplatte, die heute im Rhätischen Museum in Chur bewundert werden kann.
Noch kein Abbau
Diese Funde und der steigende Goldpreis lassen die Gewinnung erneut erfolgsversprechend erscheinen. Im August 2006 erteilten die fünf Oberländer Gemeinden der Genfer Firma MinAlp SA die Bewilligung für Untersuchungen während der Dauer von fünf Jahren.
Die Firma will teure Sondierungen aber nur vornehmen, wenn die gesetzlichen Grundlagen für einen Abbau vorliegen. Das vom Disentiser Souverän verabschiedete Gesetz regelt nun die Rahmenbedingungen.
Um die Goldvorkommen tatsächlich auszubeuten, bräuchte es ausserdem eine Konzession und die Anpassung von Zonenplänen. Für beides wäre wiederum das Stimmvolk zuständig. (SDA)