Diesmal nicht beruflich Der frechste Einbrecher der Schweiz ist zurück

CHUR - Keine Selfies mehr im Einbrecher-Sommercamp: Vasile Stanciu, der frechste Kriminaltourist, sitzt hinter Bündner Gittern.

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Vasile Stanciu, rumänischer Kriminaltourist und Selfie-Narr, kann seine Karriere zwischenzeitlich nicht mehr weiterführen. Er sitzt seit kurzem im vorzeitigen Strafvollzug im Kanton Graubünden, wie das «Bündner Tagblatt» schreibt.

Diesen hat er selber beantragt. Er war bisher in Luino in Italien in Auslieferungshaft. Dort war der Gangster aufgrund eines internationalen Haftbefehls eingebuchtet worden. Wann genau Anklage gegen Stanciu erhoben wird, ist noch unklar.

Der rumänische Ganove ist in der ganzen Schweiz bekannt. Denn Stanciu streifte schon seit 2013 durch die Bündner Wälder, um in der Nacht seiner kriminellen Tätigkeit in Domleschg, im Bündner Rheintal sowie im Prättigau nachzugehen: Wohnhäuser ausräumen.

Der Berufseinbrecher verbrachte die Sommersaison jeweils in der Schweiz und häufte fleissig Diebesgut an. Er soll bei seinen mehreren Dutzend Einbrüchen insgesamt Waren im Wert von 150'000 Franken gestohlen haben. 

Im Winter kehrte der Dieb dann nach Rumänien zurück, um mit dem Geld aus seinen Raubzügen in seinem Dorf Vaslui Immobilien bauen zu lassen.

Stanciu hat während seiner Klautouren mit seinem Narzissmus für Aufsehen gesorgt.

Als ihm die Polizei bereits auf den Fersen war, hinterliess er an einem Tatort eine Speicherkarte mit Fotos von sich und seinem Diebesgut. Auch die Fotos selbst entstammten einer geklauten Kamera.

Zudem war der rumänische Ganove auch ein enthusiastischer Facebook-Nutzer: Dort teilte er abwechselnd Fotos von sich bei der «Arbeit» in der Schweiz und von seiner Familie in Rumänien.

Die Kantonspolizei Graubünden hatte mit Vasiles Selfies nach ihm gefahndet und darüber hinaus ein Gesuch um Rechtshilfe nach Rumänien geschickt. 

Nun scheint sich der Effort gelohnt zu haben. Italien hat den Berufseinbrecher im Januar in Luino verhaftet und hat dem Auslieferungsbegehren der Schweizer Behörden stattgegeben. Vasile Stanciu muss seine Selfies nun im Gefängnis machen. Wenn er denn ein Handy in die U-Haft schmuggeln kann. (cv)

Publiziert am 13.09.2016 | Aktualisiert am 15.11.2016
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15 Kommentare
  • hanspeter  kobelt 14.09.2016
    Nun aber schnell ein Sondersetting veranlassen. Der Kerl kann bestimmt geheilt werden, waehrend er unser Hotel Jail mit Spezialmenue und Gym geniesst. Ein guter Anwalt wird dann gleich noch eine Entschaedigung fuer ihn rausschlagen.Glaubt jemand, dass er fuer lange Zeit einsitzen muss? Wohl kaum. Die Experten finden bestimmt 1000 Entschuldigungen fuer sein Verhalten....Vielleicht will er ja auch eingebuergert werden?
  • franceaco  meier aus Chur
    13.09.2016
    In italien wars offensichtlich zu ungemühtlich, dass er den Strafvollzug seber beantragt hat. In italien kein fernseh, hein Handy kein computer usw. Nein lieber doch nach Graubünden!!
  • john  meier 13.09.2016
    drum zahl ich so gerne viel steuern.damit die armen armen verbrecher es auch schön kuschlig warm haben im winter.ein bisschen fitnessraum und wellness und im frühling wenn er ohnehin wieder laufen gelassen wird,ist er dann schön fit und erholt für neue taten.
  • Patrick  Carnot 13.09.2016
    In Italien ist das Gefängnis eben kein Hotel wie bei uns. Wenn er Glück hat, bekommt er bald wegen guter Führung Freigang und kann seine Karriere unbehelligt fortsetzen. Natürlich mit Kost und Logie versteht sich. Wir Schweizer sind sooo b........!!!!!!
    • Sonja  Zwicker 14.09.2016
      @P. Carnot, nicht wir Schweizer, sondern (was dieses Thema anbelangt!) die Politiker und die Linken! Diese bemängelten z.B. das Ausschaffungsgefängnis Flughafen ZH als «für die meisten Insassen weder zweckmässig noch verhältnismässig». Die bleiben dort ja hoffentlich nicht Jahrelang!?!?!?
  • Jorge  Suizo aus San Cristobal
    13.09.2016
    So zwischendurch mal ein bisschen Ferien im schönen Bündnerland, auf Kosten der schweizer Steuerzahler - gar nicht so schlecht, oder ?