BLICK-Leser knipst neugieriges Tier auf dem Ofenpass Macht der Wolf hier Autostopp?

ZERNEZ GR - Der junge Wolf am Strassenrand kennt keine Scheu: Einem BLICK-Leser ist auf dem Ofenpass ein spektakulärer Schnappschuss gelungen.

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Wie angewurzelt steht er am Strassenrand und blickt direkt in die Kamera. Sein graues Fell und die spitze Schnauze lassen keinen Zweifel zu: In Südbünden ist ein Wolf unterwegs.

Wolf im Graubünden: Macht scheinbar Autostopp auf dem Ofenpass play
Ein BLICK-Leserreporter hat den Wolf am 23. Dezember auf dem Ofenpass im Kanton Graubünden fotografiert. 8989 Leserreporter

Das Tier kennt keine Scheu, wie das Bild eines BLICK-Leserreporters beweist. Der Schnappschuss gelang ihm aus dem Auto auf der Ofenpass-Strasse zwischen Zernez GR und dem Münstertal. Auch ein zweiter Leser berichtet von einem Wolf, der über den Pass streift.

Wolf im Graubünden: Macht scheinbar Autostopp auf dem Ofenpass play
Auch ein zweiter Leserreporter sichtete das Tier am Ofenpass rund um Weihnachten. 8989 Leserreporter

David Gerke von der Gruppe Wolf Schweiz sagt: «Seit Anfang November gibt es mehrere Nachrichten über einen Wolf im Gebiet des Ofenpasses. Ausserdem wurden im Nationalpark in Zernez auch Spuren des Tiers im Schnee gefunden.» Es sei also mindestens ein Tier in der Region unterwegs.

Wolf im Graubünden: Macht scheinbar Autostopp auf dem Ofenpass play
Im Schweizerischen Nationalpark in Zernez GR wurden bereits Spuren eines Wolfs gesichtet.  Facebook Schweizerischer Nationalpark

Dies bestätigt auch Guolf Denoth. Er ist Wildhüter im Bezirk Unterengadin-Münstertal. «Wir wissen schon seit zwei Monaten vom Wolf. Die Fotos haben wir auch schon gesehen», sagt er zu BLICK.

«Von der Postur her ein jüngeres Tier»

Da es bis jetzt aber zu wenig Schnee gebe, um Spuren sichern zu können, wisse man noch nicht viel über das Tier. «Obwohl wir auf einer Strecke von rund zehn Kilometern gesucht haben, fanden wir bisher kein verwertbares DNA-Material», sagt Denoth. «Rein von der Postur her vermuten wir aber, dass es ein eher jüngeres Tier ist.» Ob es sich um einen Wolf aus dem Calanda-Rudel oder um ein Tier aus Italien handle, sei aber noch nicht sicher.

Im Calanda-Rudel sind im Sommer schon zum fünften Mal in Folge Jungtiere zur Welt gekommen. Kein Wunder, werden im ganzen Kanton Graubünden auch immer wieder einzelne Tiere gesichtet. «Es handelt sich dabei meistens nicht um stationäre Wölfe, sondern um Tiere, die wandern», sagt Gerke. Zu den Tälern, in denen bereits Wölfe gesichtet wurden, gehören die Region Bergün, das Misox, das Puschlav und die Surselva. (stj)

Publiziert am 28.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016

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