M13 hält mittlerweile die Bewohner von Cologna in Atem. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als wachsam zu sein.
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«Was soll ich nur machen? Der Bär kommt immer wieder.» – Bauer Attilio Cortesi
(Silvio Rossi/BLICK)In Cologna geht die Angst um. Im Ortsteil von Poschiavo GR leben dreissig Familien mit 15 Kindern – und seit gestern ist auch der Bär da. Am Montag ortet die Bündner Jagdaufsicht M13 nahe der Siedlung auf 1000 Metern Höhe. Ihre Warnung an alle Puschlaver: «Der Bär ist zurück. Seid wachsam! Wer ihn sieht, melde sich sofort.»
Bauer Attilio Cortesi (63) ist verärgert. «Doch was hilft alle Wachsamkeit?! Der Bär holt sich, was er will. Es weiden keine Schafe mehr auf der Alp. Jetzt kommt er ins Tal.» Das war am 28. September schon so. Da riss M13 einen Elektrozaun mit 6000 Volt nieder, hetzte die Schafe des Bündner Bauern und tötete schliesslich eines (BLICK berichtete). In der Nacht auf Dienstag war er wieder da und holte sich zwei Tiere.
«Gegen 1.30 Uhr schlugen meine Hunde an. Ich schaute aus dem Fenster, wollte nach meiner Schafherde sehen. Da war kein einziges Tier mehr im Pferch», erzählt Cortesi. «Ich bin raus, ins Auto gesprungen, um meinen Tieren nachzufahren. Nicht allzu weit entfernt sah ich M13 mitten auf der Strasse. Er frass in aller Seelenruhe eines meiner trächtigen Schafe.»
Cortesi fährt mit seinem Auto bis auf drei Meter an den Bären ran. «Er hat mich angeschaut, sich umgedreht und ist davongetrottet.» Am Morgen rief dann ein Pferdezüchter den Bauern an. Er hatte ein zweites Schaf gefunden. «Wieder auf der Strasse, halb angefressen.» Cortesi ist ratlos: «Was soll ich nur machen? Der Bär kommt immer wieder.»
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