Schweinegrippe 75 Rekruten in Chur liegen flach

  • Publiziert: 03.11.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
play Armeeangehörige mit Schutzmasken blicken durch ein Fenster der Kaserne Chur nach draussen. (Keystone)

CHUR – Auf dem Waffenplatz in Chur greift das H1N1-Virus um sich. Inzwischen liegen dort schon über 75 Armeeangehörige im Bett. Die meisten von ihnen wohl mit Schweinegrippe.

75 von total 324 Infanterie-Rekruten in der Kaserne Chur dürften an der Schweinegrippe erkrankt sein. Sechs wurden konkret auf das Virus getestet – alle Befunde waren positiv. Weitere infizierte Armeeangehörige befinden sich zu Hause.

Die Armee geht davon aus, dass die meisten kranken Rekruten an der Schweinegrippe leiden. Die Rekruten mit Grippe-Symptomen wurden in die Krankenstation verlegt. Sie stehen unter medizinischer Betreuung und ärztlicher Beobachtung.

Der Schulkommandant des Churer Waffenplatzes richtete für die Information aller Armeeangehörigen eine zentrale Auskunftsstelle ein.

Die Bündner Behörden verfügten in Absprache mit dem Truppenarzt und dem Schulkommandanten des Waffenplatzes eine Ausgangssperre. Der militärische Ausbildungsbetrieb laufe zwar normal weiter, die Rekruten dürften jedoch nicht mehr in die Stadt in den Ausgang, sagt Kantonsarzt Martin Mani. Es ist noch offen, ob die Ausgangssperre übers Wochenende andauert.

Drei infizierte Armeeangehörige in Andermatt

Auch im Kanton Uri haben sich drei Armeeangehörige mit der Schweinegrippe angesteckt. Armee-Sprecher Christoph Brunner bestätigt das gegenüber Blick.ch. Der Dienst der drei Infizierten sei Ende letzter Woche zu Ende gegangen.

Seit Anfang der Epidemie seien insgesamt 56 Armeeangehörige positiv auf Schweinegrippe getestet worden, so der Armee-Sprecher. (SDA/noo)

Schweinegrippe auch in St. Moritzer Schule

Auch in der Gemeindeschule in St. Moritz ist die Schweinegrippe nachgewiesen worden, wie Kantonsarzt Martin Mani zu einem Bericht der Lokalzeitung «Engadiner Post» sagte. Die Eltern der rund 400 Schülerinnen und Schüler waren gestern schriftlich informiert worden. Die Schulbehörden wiesen sie darauf hin, dass ein Kind beim Auftreten von Grippesymptomen zu Hause bleiben und der Haus- oder der Schularzt orientiert werden sollte. Die Schulleitung hat nach Zeitungsangaben Kenntnis von zwölf Grippefällen. (SDA)

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