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Am Lyceum Zuoz sind rund 40 der 220 internen und 100 externen Schüler und drei Lehrpersonen mit der Schweinegrippe angesteckt. Die Krankheit ist letzte Woche im Internat ausgebrochen, nachgewiesen wurde das Virus H1N1 erstmals am Samstag.
Alle erkrankten Schüler befinden sich in Quarantäne auf der Krankenstation oder in isolierten Zimmern der Schule. Das sagte Rektor Beat Sommer zu einem Bericht der «Südostschweiz». Die Zahl der Erkrankten sei rund doppelt so hoch wie bei einer normalen Grippe. Die Symptome hingegen wären vergleichbar.
Während in Zuoz knapp 20 Prozent der internen Schüler krank sind, bestand an der Klosterschule Disentis bei fast der Hälfte der 78 Internatsschüler Schweinegrippe-Verdacht. Die Testergebnisse fielen aber negativ aus.
Zur Sicherheit bleiben allerdings 35 Internatsschüler mit Erkältungssymptomen bis zum Wochenende in Quarantäne. Bis dann sollten die Testresultate von zwei weiteren erkrankten Schülern vorliegen, die frisch getestet worden sind.
BAG: Impfstoff in zweiter Oktober-Hälfte
Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) heute sagte, dürfte die Schweiz in der zweiten Oktober-Hälfte über den Impfstoff gegen die Schweinegrippe verfügen. Dann dürften die im Juni bei Novartis und GlaxoSmithKline bestellten 13 Millionen Impfdosen gestaffelt eintreffen.
Mit den Impfungen könne man beginnen, wenn Swissmedic den Impfstoff für die Schweiz zugelassen habe, sagte BAG-Sprecherin Katrin Holenstein. Das BAG gehe immer noch davon aus, dass die Pandemiewelle im Laufe des Herbstes beziehungsweise im Winter die Schweiz erreichen werde.
Injektion und Nasensprays produziert
Die US-Gesundheitsbehörde FDA gab gestern grünes Licht für die Produktion des Impfstoffs gegen die Schweinegrippe, unter anderem für den Impfstoff von Novartis. Die Impfkampagne in den USA solle anlaufen, sobald die Auslieferung in den nächsten vier Wochen begonnen habe, teilte die FDA mit.
Neben Novartis wurden drei weitere Firmen in den USA mit der Herstellung beauftragt: CSL Limited, MedImmune LLC und Sanofi Pasteur Inc. Alle Firmen wendeten das gleiche Herstellungsverfahren an, hiess es. Den Impfstoff soll es als Injektion und Nasenspray geben. (SDA/dip)