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Der Chirurg liebt Champagner-Partys, mag tolle Autos und spricht von sich selber als «Busen-Meyer». Gestern nahm der «Kassensturz» Peter Meyer-Fürst bitterböse zur Brust – und sezierte ihn mit dem Skalpell.
Das TV-Magazin schickte Miss Argovia Jessica de Filippis in die Praxis von Peter Meyer-Fürst. Die schöne Miss mit Körbchengrösse 75 C gab vor, sie wolle eine Brust-Vergrösserung. «Kassensturz»-Redaktorin und Ex-Wetterfee Jolanda Eggenberger (30) – getarnt mit Sonnenbrille – filmte die Konsultation mit versteckter Kamera.
Vorwurf des «Kassensturz»: Meyer-Fürst habe beim Gespräch mit der jungen Frau die Risiken der Operation heruntergespielt, die Gefahren nur beiläufg erwähnt und die Patientin nach 20 Minuten aufgefordert, eine OP-Vollmacht zu unterschreiben.
Jan Poëll, Facharzt für plastische Chirurgie, hätte Jessica von der Brust-Vergrösserung abgeraten: «Es ist eine sehr kritische Lebensphase. 19 Jahre – das ist sicher ein Alter, wo ich versuchen würde, die Patientin davon abzubringen», sagte er im TV-Interview.
Der «Kassensturz» berichtete auch über angebliche Komplikationen nach Operationen von Meyer-Fürst. «Immer wieder beklagen sich Frauen bei der Patienten-Organisation, er habe keine gute Arbeit geleistet», sagte «Kassensturz»-Chef Wolfgang Wettstein zu BLICK.
Besonders massiv waren gestern aber die Vorwürfe des «Kassensturz», der Schönheits-Arzt sei Frauen körperlich zu nahe getreten. Konkret: Er habe Jessica unnötig oft an die Brüste gefasst und sie dabei manchmal sogar geduzt.
Tatsächlich zeigte der «Kassensturz» ausführlich, wie Meyer-Fürst die Brüste der jungen Frau knetete. «Ich habe mich bei ihm total unwohl gefühlt – nur schon wie er mich berührt hat», sagte De Filippis. Auch fand sie es seltsam, dass sie ein Schild mit ihrem Namen habe tragen müssen, während der Arzt Fotos von ihr schoss.
Der «Kassensturz» zeigte ausführlich, wie der Arzt der Miss Argovia an die Brüste fasste. Aber ob er dabei zu weit ging, lässt das TV-Magazin in der Sendung nicht von einer Fachperson beantworten. «Kassensturz»-Chef Wettstein gegenüber BLICK: «Nicht nur ich, auch Ärzte finden: Die Art und Weise, wie er Jessica de Filippis anfasste, ist doch recht seltsam.»
Meyer-Fürst rechtfertigte sich gestern Abend gegenüber BLICK: «Die Frau hat einen schönen, aber leicht asymmetrischen Busen. Ich habe ihr nach langem Vorgespräch vorgeschlagen, dass man das verbessern kann.» Und zum Grabschvorwurf meinte er: «Ich würde doch nie an einer Patientin rumfingern, wenn noch eine Kollegin der Frau dabei ist.»
Die happigsten Vorwürfe gegen den Promi-Arzt kamen gestern von Jetsetterin Vera Dillier. Laut «Kassensturz» habe sie bereits vor 12 Jahren als Zeugin zu Protokoll gegeben, sie sei vom Chirurgen belästigt worden. Passiert sei es in dessen Praxis, als sie sich Fett am Bauch absaugen lassen wollte. «Ich habe mich frei gemacht, und als ich mich umkehrte, hatte Peter Meyer-Fürst seine Hose offen und sein Dingerli in der Hand», sagte sie im «Kassensturz»-Bericht. Meyer-Fürst zu Dilliers Aussage im TV: «Das stimmt alles nicht, das ist gelogen.»