Gesundheitsschutz 20 Lippenpflegeprodukte von Basler Kantonslabor beanstandet

BASEL - BS - Bei Untersuchungen von 38 Lippenpflegeprodukte in Basel-Stadt und Aargau sind bei über der Hälfte Mängel festgestellt worden. Bei zehn Produkten könnte eine längerfristige Anwendung zu Gesundheitsschäden führen.

Basler Kantonslabor beanstandet 20 Lippenpflegeprodukte wegen Mängeln play
Untersuchungen in Basel-Stadt und Aargau decken Mängel bei Lippenpflegeprodukten auf. (Symbolbild) KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

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Die Hersteller der Lippenpflegeprodukte sind aufgefordert worden, die Mängel zu beheben, wie es in einer Mitteilung des Kantonslabors Basel-Stadt vom Donnerstag heisst. Da keine akute Gefährdung bestehe, sei indes von einem Verkaufsverbot abgesehen worden. Die betroffenen Produkte werden nicht öffentlich genannt.

Nachgewiesen wurden gemäss Untersuchungsbericht in zehn Proben unerwünschte, dünnflüssige Mineralöle mit einem Gehalt von 10 bis 69 Gramm pro 100 Gramm. Damit entsprächen die Produkte nicht der sogenannten guten Herstellungspraxis, wie sie der europäischen Kosmetikverband empfehle.

Eine gesetzliche Regelung für Mineralöle in Lippenpflegeprodukte besteht gemäss Bericht nicht. Allerdings gelte der Grundsatz, dass Produkte bei üblichem Gebrauch die Gesundheit nicht gefährden dürfen. Bei dünnflüssigen Mineralölen sei dies möglich, da sie von den Lippen in den Magen-Darmtrakt gelangen. Mineralöle wurden in 36 der 38 Produkte als Hauptkomponenten nachgewiesen.

Bei zwölf Lippenpflegeprodukten waren im Weiteren allergene Duftstoffe auf der Verpackung nicht korrekt deklariert. Die Hersteller und Importeure wurden gemäss Mitteilung aufgefordert, dies zu korrigieren. Sie mussten zudem die Analysekosten übernehmen. Am häufigsten und in teilweise hoher Konzentration sei der Duftstoff Limonen nachweisbar gewesen.

Untersucht wurden Lipbalm, Lipgloss und Lipsticks von Grossverteilern und Modegeschäften mehrheitlich aus den Kantonen Aargau und Basel-Stadt. 14 der geprüften Produkte stammten gemäss Bericht aus China, 13 aus Europa, 8 aus den USA und 3 aus Taiwan. An den Untersuchungen war auch das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Aargau beteiligt. (SDA)

Publiziert am 01.09.2016 | Aktualisiert am 01.09.2016
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