Johnson & Johnson will nicht mehr Jetzt ist ein anderer heiss auf Actelion

ALLSCHWIL BL/NEW BRUNSWICK - Der US-Konzern Johnson & Johnson gibt sein Werben um Europas grösstes Biotechunternehmen Actelion auf. Die Gespräche mit der Baselbieter Firma über eine Übernahme seien beendet worden, teilte der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern am Dienstagabend mit.

Keine Vereinbarung: Johnson & Johnson begräbt Übernahmepläne der Baselbieter Firma Actelion. (Archivbild) play
Keine Vereinbarung: Johnson & Johnson begräbt Übernahmepläne der Baselbieter Firma Actelion. (Archivbild) KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

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Es sei nicht möglich gewesen, zu einer Vereinbarung zu kommen, die für die J&J-Aktionäre einen Mehrwert bedeutet hätte, hiess es zur Begründung. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte Ende November von einem Insider erfahren, dass J&J und Actelion über eine Übernahme im Volumen von rund 27 Milliarden Dollar verhandeln.

Actelion bestätigte in der Nacht auf Mittwoch, J&J habe sich vom Verhandlungstisch zurückgezogen. Man sei «im Gespräch mit einer weiteren Partei bezüglich einer möglichen strategischen Transaktion». Ob es zu einem Geschäft komme, sei zum jetzigen Zeitpunkt aber ungewiss. Nähere Angaben machte Actelion nicht.

Der in New Jersey ansässige Pharma- und Konsumgüterkonzern J&J hat eine Produktpalette von Arzneiprodukten über Pflegemittel bis hin zu medizinischen Artikeln. Die Amerikaner hatten erst im September mitgeteilt, das Augenheilkunde-Geschäft von Abbott Laboratories für 4,3 Milliarden Dollar zu kaufen. Actelion stellt Medikamente zur Behandlung von lebensbedrohlichem Bluthochdruck im Lungenkreislauf (PAH) her.

Sanofi interessiert sich für Actelion

Vor rund einer Woche hatte die Agentur Bloomberg berichtet, auch der französische Pharmakonzern Sanofi interessiere sich für die hochprofitable Firma mit Sitz in Allschwil BL. Die PAH-Medikamente würden etwa gut zu Sanofi passen. Sanofi ist einer der weltgrössten Anbieter von Diabetes-Medikamenten, kämpft in dem Geschäft aber unter dem Patentverlust seines Kassenschlagers Lantus.

Marktgerüchten zufolge, soll es sogar weitere Interessenten für Actelion geben, wie die Konzerne Roche, Novartis und Pfizer. Aufgrund von Übernahmespekulationen stiegen die Actelion-Aktien in den vergangenen Wochen um über 30 Prozent.

Durch die Pharmabranche rollt derzeit eine Übernahmewelle. Viele Patente laufen aus und die Kosten für Forschung und Entwicklung sind hoch, weswegen aussichtsreiche Produkte gern zugekauft werden. Actelion gilt seit längerem als Übernahmekandidat. (SDA/stj)

Publiziert am 14.12.2016 | Aktualisiert am 14.12.2016
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