Eisige Kälte Gesperrte Strassen, unterbrochene Bahnstrecken

  • Aktualisiert am 03.01.2012

BERN – Schnee und Kälte haben in der Nacht zu Störungen im Strassen- und Zugverkehr geführt. Rund um Moutier im Berner Jura sind mittlerweile schon drei Bahnlinien unterbrochen.

Wegen der eisigen Kälte geht im Bahnverkehr rund um Moutier BE gar nichts mehr. Drei Bahnlinien sind unterbrochen, weil die Fahrleitungen beschädigt sind. Keine Züge verkehren etwa zwischen Biel und Delsberg.

Reisende müssen nach Angaben der SBB einen Umweg über Olten in Kauf nehmen, was die Reisezeit um rund eine Stunde verlängert. Techniker seien daran, den Schaden zu beheben, sagt SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz. Wie lange die Panne dauert, ist aber noch unklar.

Zwischen Moutier und Court verkehren Busse, weil die Linie Richtung Tavannes BE ebenfalls unterbrochen ist. Das gleiche gilt für die Verbindung Solothurn – Moutier. Auch die Seetal-Linie ist zurzeit bei Beinwil AG gesperrt.

Zudem seien auch im internationalen Verkehr mit Deutschland und Frankreich Verspätungen registriert worden.

Vereiste Strassen wegen Rohrbruch

In Zürich ist am Morgen an der Rämistrasse eine Wasserleitung geborsten. Wegen der tiefen Temperaturen gefror das auslaufende Wasser auf den Strassen. Der Abschnitt bis zum Heimplatz war für Verkehr und Tram vorübergehend gesperrt. Grund für den Rohrbruch sei vermutlich die Kälte gewesen, so die Stadtpolizei.

Die Rämi- und die Kantonsschulsstrasse mussten enteist werden. Die Trams konnten ab 9.45 Uhr wieder fahren, wie die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ) am mitteilen. Die Höhe des Schadens ist noch unklar. (SDA)

Rekordverdächtige Kälte

Nach Angaben von Meteonews sanken die Temperaturen in der ganzen Schweiz auf Tiefstwerte. An manchen Stationen dürften dank wenig Bewölkung die Rekordmarken für 2009 übertroffen worden sein. In Bern waren es knapp 13 Grad unter Null. Sibirische Kälte wurde aus dem 1050 Meter über Meer liegenden La Brévine NE mit 34,2 unter Null gemeldet.

Am Sonntag dürften die Temperaturen im Mittelland kaum über den Gefrierpunkt steigen. Einzig im Tessin seien knapp positive Werte möglich, so Meteonews.

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