Gesetz gelockert Bundesrat bewilligt Feuerwehrleuten ein Bier

Für die Fahrer von Milizfeuerwehren gilt heute ein Alkoholverbot. Da sie jederzeit mit einem Einsatz rechnen müssen, sind sie praktisch zur Abstinenz verdonnert - es sei denn, die Feuerwehr organisiert einen aufwendigen Pikettdienst. Ab nächstem Jahr werden diese Regeln wieder gelockert.

Wer keinen Dienst hat und bei einem Rettungseinsatz ein Löschfahrzeug steuern muss, soll neu mit bis zu 0,5 Promille ans Steuer sitzen dürfen. Der Bund hat eine Ausnahme vom Alkoholverbot in die Anhörung gegeben (Symbolbild). play
Milizfeuerwehrleute dürfen ab nächstem Jahr auch mit ein wenig Alkohol intus fahren. KEYSTONE/GAETAN BALLY

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Das hat der Bundesrat am Mittwoch beschlossen. Der Auftrag dazu stammte vom Parlament, das letztes Jahr eine Motion des Aargauer BDP-Nationalrats Bernhard Guhl angenommen hat. Damit gilt ab 1. Januar 2017 für die Fahrer schwerer Motorfahrzeuge von Milizfeuerwehren wieder der ordentliche Grenzwert von 0,5 Promille.

Vom Alkoholverbot ausgenommen sind auch Personen, die im Rahmen von dringlichen Einsätzen von Berufsblaulichtorganisationen zu einem Einsatz aufgeboten werden, obwohl sie weder im Dienst stehen noch auf Pikett sind. Da diese nicht mit einem Einsatz rechnen müssten, könne es sein, dass sie eine Alkoholkonzentration von mehr 0,10 Promille aufweisen, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Das ist der Grenzwert des heute geltenden Alkoholverbots.

Ebenfalls vom Alkoholverbot ausgenommen sind künftig Fahrer schwerer Gütertransportfahrzeuge mit Höchstgeschwindigkeiten bis 45 Stundenkilometer. Nach Ansicht des Bundesrats ist diese Ausnahme gerechtfertigt, da langsamere Fahrzeuge weniger gefährlich sind. Für Fahrer von Lastwagen, die Arbeitsmotorfahrzeugen gleichgestellt sind, gilt künftig ebenfalls wieder der ordentliche Grenzwert. (SDA)

Publiziert am 26.10.2016 | Aktualisiert am 28.12.2016
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5 Kommentare
  • Bruno  Schenk aus Changzhou
    26.10.2016
    Wenn ich am Sonntagabend 1 oder 2 Gläser Wein zu mir nehme und dann kommt während des Essens ein Alarm das z.b Herr Rex Schweizer ein Autounfall hat und ich als angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr in aus dem Autoschneden muss, so kann ich leider diesen Einsatz nicht machen da ich ja ein eingeschränktes Sehvermögen habe und das TLF nicht lenken darf.
  • Rex  Schweizer 26.10.2016
    Man kann Problemlos ohne Alkohol leben und zudem gibts auch Alkoholfreies Bier, das sehr gut schmeckt. Für mich ist das inaktzeptabel. Denn es ist medizinisch erwiesen, dass bereits ab 0,3 Promille, das Sehvermögen beeinflusst wird. Verantwtortung heisst auf Alkohol verzichten. Und für mich müsste sowieso für alle 0,0 Promille auf Strasse, Schiene, Tram, Luft und Privatverkehr, gelten.
    • Andrew  Hof 26.10.2016
      Kein Problem. Wenns bei Ihnen mal brennt, dann warten wir zukünftig vier Stunden im Depot bis wir garantiert keinen Alkohol mehr im Blut haben. Erst dann rücken wir zum löschen aus. Mit Blaulicht und Horn versteht sich.
    • Marcel  Mäder , via Facebook 26.10.2016
      Herr Schweizer, überlegen Sie auch, bevor Sie einen Kommentar schreiben? Wissen Sie, um welche Zeit ein Brand ausbricht? Nein? Wir auch nicht! Trinken Sie nie ein (oder mehrere) Bier oder Wein? Wenn es bei Ihnen zu Hause brennt wollen Sie, dass die Feuerwehr kommt oder sollen die Feuerwehrleute zuerst warten, bis sie 0,00 Prozent haben und erst dann kommen? PS: Nein, ich bin sowieso nicht davon betroffen, ich lebe komplett alkoholfrei!
    • Jsa  Sigron aus Schangnau
      26.10.2016
      Dann hoffen wir mal nicht, dass es bei Ihnen brennt oder sonst was passiert und Sie die Feuerwehr oder sonst eines der Fahrzeuge brauchen, die mit Blaulicht und Sirene dann kommen.....