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Neapel versäuft im Müll (Blick.ch berichtete). Die ganze Region leidet unter einer akuten Abfallkrise. Derzeit liegen in den Strassen in und um Neapel rund 350000 Tonnen stinkender Müll.
Als erste ausländische Müllverbrennungsanlagen hatten sich deutsche gemeldet. Teile des Unrats werden seither nach Deutschland gekarrt.
Jetzt ziehen die Industriebetriebe Genf (SIG) nach. Der Verwaltungsrat habe grünes Licht gegeben, Kehricht aus dem Ausland in Cheneviers zu verbrennen, sagte SIG-Pressesprecher Christian Brunnier.
Im laufenden Jahr wollen die SIG 43000 Tonnen Kehricht aus Italien vernichten, im nächsten Jahr 38000 und in den Jahren 2010 und 2011 je 50000 Tonnen.
Für die Genfer macht das guten Sinn. Die Jahreskapazität der Anlage liegt bei 350000 Tonnen. Dieses Jahr dürften die SIG noch 296000 Tonnen Müll verbrennen. Doch bis 2011 werden es nur noch 227000 Tonnen sein. Neben dem Müll aus Italien wollen die SIG von 2009 bis 2011 jährlich auch 43000 Tonnen Abfall aus Österreich übernehmen.
Die zusätzlichen Volumen aus dem Ausland bringen jährlich zwischen 3 bis 11 Millionen Franken. Dadurch könnten 50 Arbeitsplätze erhalten werden. Pressesprecher Brunnier sagte, die SIG seien die einzige Verbrennungsanlage in Europa, die die Anlieferung per Zug vorschreibe. (SDA)
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Der Abfall in Neapel stinkt zum Himmel. (Keystone)