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Der Dorfplatz von Dänikon ZH: Beim alten Gemeindehaus trifft sich am Abend die Dorf-
jugend. Die Teenies quatschen, lachen, hängen herum.
Damit soll bald Schluss sein: «Schulpflichtigen Jugendlichen ist es untersagt, sich nach 22 Uhr (...) in Ansammlungen auf öffentlichen Strassen oder Plätzen aufzuhalten.» So steht es jetzt in der neuen Polizeiordnung. Die Gemeindeversammlung hat sie diese Woche mit 22 zu 8 Stimmen verabschiedet. Laut dem «Tages-Anzeiger» droht den Eltern eine Busse, wenn ihre Kinder nicht spuren.
«Megagemein!», findet Sarah Tschirren (13). «Ich bin gern draussen. Seich machen doch die anderen!»
Die Gemeinde sieht das anders. «Es gab Vandalismus. Und immer wieder Lärmklagen», sagt Gemeindeschreiber Lukas Kalberer. «Bis nachts um zwei waren die Jugendlichen draussen und haben Lärm gemacht. Mitten unter der Woche!»
Das Gespräch mit den Eltern habe nicht gefruchtet. Deshalb habe man die Regel aufgestellt. «So kann man am Morgen danach wenigstens eine Anzeige aufgeben.»
Die Teenager finden das unfair. «Ich bin selten noch so spät draussen», sagt Alex Wälchli (12). «Trotzdem bekomme ich ein Verbot.»
In Dänikon weiss man, welche Jugendliche das Ausgehverbot treffen soll. «Die kiffen und trinken Alkohol, und mit den Töffli gibts auch immer Probleme», sagt Nicola Schmid (14). «Aber zu denen gehören wir doch nicht.»
Die Querulanten kämen nämlich aus dem benachbarten Otelfingen. Seit einem Monat patrouilliert dort eine Sicherheitsfirma.
«Wir hatten Probleme am Bahnhof», bestätigt der Otelfinger Schulvorstand Hans Frischknecht. «Sie lungerten im Wartesaal herum, tranken, es gab Vandalismus. Sogar parkierte Autos wurden demoliert.» Die Patrouillen wirken – doch das Verbot der Nachbargemeinde könnte die Querulanten zurückbringen: «Wir sind nicht glücklich mit der Lösung.»
Wenn die denn überhaupt greift. «Viele von denen sind doch schon 17 oder 18 und gehen nicht mehr in die Schule», sagt Luana Bon (14). «Denen kann man nichts vorschreiben – nur uns Braven.»