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Am letzten Wochenende im Oktober installiert das Geldhaus der Migros eine neue Computerplattform. 100 Millionen Franken hat die Bank dafür investiert.
Ruck, zuck geht die Inbetriebnahme nicht: 200000 Kunden können ihre M-Card ab Freitag, 30. Oktober, bis und mit Montag, 2. November, nicht benützen. Dies teilte die Migros Bank ihren Kunden mit. Weder an Bancomaten noch Postomaten, noch in Migros-Filialen seien Bezüge möglich.
Obendrein raten die Migros-Bankchefs ihren Kunden, einen Notvorrat anzulegen: «Damit Sie während dieser vier Tage über genügend Bargeldreserven verfügen, empfehlen wir Ihnen, bereits vor dem Unterbruch eine ausreichende Menge Bargeld zu beschaffen.»
Für Sara Stalder (42) von der Stiftung für Konsumentenschutz ist das «grotesk»: «Damit weist die Bank Diebe darauf hin, dass an diesem Wochenende in vielen Haushalten viel Bargeld zu finden ist.»
Auf ihrer Internetseite verweist die Bank auf die Möglichkeit, eine sogenannte Travel-Cash-Karte zu beziehen, um während der Umstellung zu Bargeld zu kommen. Doch Bezüge mit dieser Karte sind gebührenpflichtig. Konsumentenschützerin Sara Stalder: «So nutzt die Bank die Umstellung ihrer Informations-technologie, um ein zusätzliches Geschäft zu machen.»
Der Sprecher der Migros Bank, Albert Steck, weist die Kritik zurück: «Die Einschränkungen bewegen sich für die Kunden im gleichen Rahmen wie bei Computer-umstellungen anderer Banken.» Dafür ermögliche die neue IT-Plattform neue Dienstleistungen. So gibt es nachher nur noch eine Karte.
Die 100000 Migros-Bank-Kunden, die über eine zweite Karte (Maestro) verfügen, können diese auch während der Umstellung benützen.
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Die Bancomaten der Migros Bank schliessen für vier Tage. Das Geldhaus stellt seine Computer um. (Keystone)