«Gefühle in tiefster Weise verletzt» Die SBB stoppt das Hakenkreuz-Plakat

ZÜRICH - Das Plakat mit dem Hakenkreuz auf rotem Grund hat Kundinnen und Kunden in ihren Gefühlen in tiefster Weise verletzt, schreibt die SBB in einer Mitteilung. Deshalb habe sie diese politische Werbung per sofort gestoppt.

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«Die SBB mische sich nicht in den Abstimmungskampf ein und bietet dem Inserenten an, sein Plakat ohne dieses Symbol zu schalten», schreiben die Bundesbahnen heute in einer Mitteilung.

Bei öffentlichen Flächen in Bahnhöfen handle es sich gemäss Bundesgerichtsentscheid aus dem Jahr 2012 um öffentlichen Raum. «Die SBB muss deshalb politische Werbung grundsätzlich zulassen.»

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Das zu einem Hakenkreuz stilisierte Schweizerkreuz auf einem Plakat gegen die Durchsetzungsinitiative hatte für rote Köpfe gesorgt. BDP-Präsident Martin Landolt hatte das umstrittene Plakat auf Twitter verbreitet. Der Tweet hatte dazu geführt, dass die Gründerin der Organisation Marche Blanche, Christine Bussat, aus der Partei ausgetreten war.

Werber Parvez Sheik Fareed hatte das Sujet entworfen und einen privaten Geldgeber gefunden, der die Schaltung in den Bahnhöfen bezahlte.

Das weisse Hakenkreuz auf rotem Grund, war am Montag auf eBoards im Hauptbahnhof Zürich und am Dienstag im Bahnhof Genf geschaltet worden. Es habe «die Gefühle von Kundinnen und Kunden in tiefster Weise verletzt und ihre persönliche Vergangenheit verharmlost.»

Bei den Bundesbahnen waren vehemente Reaktionen eingegangen. Es handle sich um einen «krassen Einzelfall». Die SBB gehe davon aus, dass mit dem Hakenkreuzsymbol an so prominenter Stelle die Grenzen des erwähnten Bundesgerichtsentscheids überschritten worden seien. Nun bieten die Verantwortlichen dem privaten Inserenten an, die Botschaft ohne dieses Symbol zu schalten. (bih)

Publiziert am 24.02.2016 | Aktualisiert am 24.02.2016
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89 Kommentare
  • Daniel  Mattes 25.02.2016
    Die SBB ist gemäss Bundesgericht verpflichtet politische Werbung zuzulassen. Was hier geschieht ist schlicht und einfach Zensur. Eine Reklamation kann niemals eine Rechtswirksamkeit herstellen. Ich halte hiermit offiziell fest: Die SVP Plakate mit den Schafen verletzen meine Gefühle zutiefst. Ich nehme an die SBB werden das ab heute nicht mehr zulassen. Oder etwa doch?
    • alois  Leimgruber aus Villmergen
      25.02.2016
      Das Schaf verletzt also ihre Gefühle, das Hakenkreuz nicht ?
    • Chris  Patton aus Biel
      25.02.2016
      Ja genau die Schafe fand ich auch verletzender
  • Peter  Brunner 25.02.2016
    Hat aber lange gedauert bis die SBB die Hände aus dem Hosensack genommen hat
  • Rolf  Hess 25.02.2016
    Das Hitlerkreuz hat in der Schweiz einfach nichts zu suchen. Weder für, noch gegen eine Einstellung oder eine Partei. Die SP wird schliesslich auch nicht mit Hammer und Sichel dargestellt.
  • Hans  Dobeli 24.02.2016
    und ich dachte immer diese symbole seien in der schweiz verboten.
    Image schaden pur für die schweiz , kein wunder das alle im ausland denken wir seien rassisten . denken sie mal da kommt ein tourist mit dem zug an , der kein deutsch lesen kann ?? was denken sie was der denkt .???? wenn man mit solchen mittel werbung machen muss , dann ist dies ein armuts zeugniss für unsere gesellschaft.
  • Hans  Läng aus Wettingen
    24.02.2016
    Hans Läng, Warum werden nicht auch die von der SVP entfernt? Die sind genauso Menschen verachtet. Die Parteien sollten wieder über die Menschen und die Nächsten Liebe nachdenken!
    • Roman  Loser aus Embrach
      25.02.2016
      So widerwärtig wie das Nazikreuzplakat war noch nie eines und wird nie eines sein können! Verhöhnung von Millionen von Opfern gutheissen ist schon ein Verbrechen an sich!
    • Marion   Jost aus Schönenwerd
      25.02.2016
      Herr Loser, das ist falsch, sie haben die Botschaft dahinter nicht kapiert! Man wollte damit aufzeigen dass genau mit solchen politischen Entwicklungen die Katastrophen in diversen Ländern begonnen haben!!! Setzen Sie sich mal mit der Geschichte des 3. Reichs richtig auseinander! Vielleicht verstehen Sie es ja dann!