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Die grosse Kälte ist bald vorbei. In der ersten Hälfte der neuen Woche zeigt die Temperaturkurve deutlich nach oben, der wochenlange Frost schwächt sich ab. Am Wochenende haben Tausende nochmals die schönen Seiten der sibirischen Kälte genossen.
Zahlreiche kleinere und mittlere Gewässer waren begehbar am Wochenende. Die Gfrörni auf dem Pfäffiker- und Katzensee in Zürich, im Rapperswiler Hafenbecken oder im Liebefeld-Park in Bern lockte viele Eisläufer und Spaziergänger an.
Die tiefen Temperaturen der letzten Tage hatten den Katzensee bei Zürich vollständig zufrieren lassen. Die Eisschicht wies am Samstag eine genügend grosse Dicke auf, so dass der See für Sportler und Spaziergänger freigegeben werden konnte.
Im Hafen von Rapperswil SG wurde am Samstag erstmals seit 24 Jahren ein Eisfeld zum Spazieren und für den Eislauf freigegeben. Im Kanton Zug waren vier Gewässer zum Betreten offen.
Auch die Berner Bevölkerung kam auf ihre Kosten: Nachdem bereits am Mittwoch der in der Stadt gelegene Egelsee erstmals seit 2009 fürs Schlittschuhlaufen freigegeben worden war, konnten seit Samstag auch auf dem Weiher im Liebefeld-Park in der Berner Vorortsgemeinde Köniz Pirouetten gedreht werden.
Am Mittwoch erstmals wieder Pluswerte?
Doch das Vergnügen dürfte in den nächsten Tagen schon zu Ende gehen. Zwar bringt der heutige Tag noch einmal eisige Werte im zweistelligen Minusbereich am Vormittag und Höchstwerte um -3 Grad am Nachmittag. Morgen bewegen sich die Temperaturen dann aber schon im Bereich um den Gefrierpunkt, am Mittwoch sind zum ersten Mal seit langem wieder knappe Pluswerte möglich.
Derweil war es am Wochenende noch einmal sibirisch kalt. Gestern Morgen meldeten die Wetterdienste für das Mittelland verbreitet Tiefstwerte zwischen -16 und -13 Grad. In den höheren Alpentälern sank das Thermometer noch tiefer – Samedan meldete beispielsweise -27 Grad. Auch tagsüber blieben die Temperaturen, mit Ausnahme von Lugano (1 Grad), in der ganzen Schweiz unter dem Gefrierpunkt.
Schnee gefährdet Seilbahnen
Während die grosse Kälte langsam weiterzieht, birgt der Schnee weiterhin Gefahr. Der Bund warnte am Freitag die Betreiber von Seilbahnen und Sesselliften vor Gefahren durch die aktuelle Schneesituation. In einem Rundschreiben hat er die Unternehmen zu verstärkter Aufmerksamkeit und zusätzlichen Kontrollen aufgerufen.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) reagierte damit auf erste Erkenntnisse der Untersuchung nach einem Vorfall im Obwaldner Skigebiet Lungern-Schönbüel. Ende Januar hatte hier eine langsam gleitende Schneeschicht die Stütze eines Sessellifts stark beschädigt. Der Betrieb ist seither eingestellt.
Dies könnte auch andernorts geschehen: Derzeit liege überdurchschnittlich viel Schnee an den Hängen, der zudem nur schlecht mit dem Untergrund verbunden sei, heisst es in einem Communiqué vom Freitag. Das BAV warnt, dass steigende Temperaturen die Schneemassen in Bewegung bringen und die Stabilität von Stützen gefährden könnten.
Das Bundesamt empfiehlt deshalb den Bahnen, in den nächsten Wochen ein verstärktes Augenmerk auf die Schneesituation zu richten. Zu hohe Schneemengen oberhalb von Stützen müssten demnach abgetragen werden, falls solche Arbeiten nicht zu riskant seien. (SDA)
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