Gebieten gehen die Gigis aus: Skischulen wollen aus Gästen Skilehrer machen

Auf der Suche nach Personal versuchen Schweizer Skischulen junge Feriengäste vom Beruf des Skilehrers zu überzeugen.

Skischulen fehlt es an Skilehrern. Auf der Suche nach Nachwuchs versuchen sie nun Feriengäste zu rekrutieren. play

Skischulen fehlt es an Skilehrern. Auf der Suche nach Nachwuchs versuchen sie nun Feriengäste zu rekrutieren.

Keystone

Top 3

1 Lieb und teuer Wie viel kostet ein Kind?
2 Handschlag-Affäre von Therwil BL Schüler verweigern den Händedruck...
3 Nach den heissen Temperaturen Gewitterfront wütet übers Mittelland

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
2 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

Weil es an einheimischem Skilehrer-Nachwuchs fehlt, setzen Schweizer Skischulen vermehrt auf die Rekrutierung von Unterländern. Das berichtet die «Schweiz am Sonntag». 

«Vom Gast zum Skilehrer» heisst das Konzept, das Riet Campell, Direktor des Dachverbands der Schweizer Skischulen, ausgearbeitet hat. Es sieht vor, langjährige und vor allem junge Feriengäste für den Beruf des Skilehrers zu motivieren. «Es gibt viele Jugendliche aus dem Unterland, die etliche Skischulklassen absolviert haben und nun das Gelernte weitergeben wollen», sagt Campell. Sie kennten die Pisten von den Skiferien her und hätten zudem oftmals eine Ferienwohnung, in der sie unterkommen können. Der Saisonjob lasse sich zudem gut mit einem Studium verbinden.

In vielen Skischulen sind bereits heute viele Studenten angestellt. «Wir machen sehr gute Erfahrungen mit ehemaligen Gästen, die nun unterrichten», sagt Heinz Anderegg, Leiter der Skischule Hasliberg, zur «Schweiz am Sonntag». Die Unterländer würden oft mehrere Sprachen sprechen und seien sehr motiviert. 

Wer Skilehrer werden will, muss mindestens 17 Jahre alt sein und sollte im Minimum eine Ausbildung zum Kinderskilehrer absolviert haben. Ambitioniertere Skifahrer können sich bis zum «Swiss Snow Pro» weiterbilden lassen – bei bis zu 70 Franken Stundenlohn ein lukrativer Nebenjob. (lha)

Mehr zum Thema
Publiziert am 29.02.2016 | Aktualisiert am 29.02.2016
teilen
teilen
2 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

3 Kommentare
  • Hans  Hugentobler 29.02.2016
    Naja. Vielleicht sollte Swiss Snowsports mal die Anforderungen überdenken. Ich habe 10 Winter als (Hilfs)Skilehrer gearbeitet und darf die Ausbildung zum Skilehrer nicht machen weil, es eine Zweitausbildung ist. Also weil ich weder eine Lehre noch die Matur habe. Und dann gibts irgendwelche "Alten" die vor 40 Jahren Ihr Patent gemacht haben, nicht mal richtig Carven oder einen 180 können und für das noch mehr als doppelt so viel pro Stunde bekommen.
  • William  Quispe aus Bellinzona
    29.02.2016
    Das mit dem Stundenlohn kann sich ein Skilehrer in der Regel abschminken. Man wird pro Tag oder Woche angestellt. Und das zu einem Lohn, der kaum höher als bei Lidl ist. Dafür kann man die ganze Saison gratis in der Region Ski fahren. Sofern es denn mal Schnee hat.
    • Hans  Hugentobler 29.02.2016
      Die alten Einheimischen die weder Carven noch Rückwärts fahren können bekommen schon 40-50 Franken pro Stunde. Die nächste Stufe sind dann die ausländischen Fachkräfte, weil es aus "unerklärlichen" Gründen zu wenig Schweizer Skilehrer Nachwuchs gibt.