Libyen-Affäre Gaddafi will nochmals eine Entschuldigung

BERN – Bundespräsident Hans-Rudolf Merz zufolge fordert der libysche Staatschef Muammar Gaddafi eine Entschuldigung auch für die Veröffentlichung des Fotos in den Medien, das die Genfer Polizei von seinem Sohn Hannibal machte.

  • Aktualisiert am 14.01.2012
Gaddafi und Merz in New York: Der Wüstendiktator scheint durch das Treffen nicht wirklich besänftigt worden zu sein.- SF

«Für ihn (Muammar al-Gaddafi) war das der Beweis, dass die Schweiz die Libyer ein weiters Mal demütigen wollte», sagte Merz in einem Interview, das heute in der Westschweizer Wochenzeitschrift «LHébdo» erschien. Merz hatte Gaddafi vergangene Woche am Rande der Uno-Generalversammlung in New York getroffen.

Merz bedauerte im Übrigen weder seine Entschuldigung in Tripolis, die «nichts gekostet habe», noch seine Reise nach Libyen. Mit seiner Reise habe er zeigen wollen, dass sich die Schweiz für alle Bürger einsetze, die im Ausland in Schwierigkeiten seien.

Das Departement von Merz betonte dazu nochmals, dass eine Untersuchung im Gange sei. Das EDA nahm zum Interview keine Stellung. (SDA/spj)

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