Polanski Fussfessel bleibt dran

  • Publiziert: 10.12.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

LOS ANGELES – Die Entscheidung, ob das Verfahren gegen Roman Polanski eingestellt wird oder nicht, fällt nicht diese Woche. Er wird deshalb weiter überwacht.

Heute werden die Anwälte des Star-Regisseurs vor einem Berufungsgericht wieder um die Einstellung des mehr als drei Jahrzehnte alten Vergewaltigungsverfahrens gegen den Oscar-Preisträger kämpfen.

Eine sofortige Entscheidung der Richter werde es aber nicht geben, teilte Gerichtssprecher Danny Potter der Agentur «dpa» mit. Das Gremium werde möglicherweise innerhalb eines Monats zu dem Gesuch um Verfahrensabschluss Stellung nehmen. Der Regisseur muss somit weiterhin in Hausarrest bleiben und eine Fussfessel tragen.

Schon lange vor seiner Festnahme in der Schweiz Ende September hatte Polanski beantragt, das Verfahren gegen ihn für abgeschlossen zu erklären.

Ihm wird vorgeworfen, in den Siebzigerjahren ein damals 13-jähriges Mädchen betrunken gemacht und vergewaltigt zu haben.

Ein Gericht in Los Angeles lehnte das Gesuch bereits im Mai ab, weil der Filmemacher nicht persönlich in Kalifornien erschienen war.

Seine Anwälte gingen darauf in Berufung. Polanski hatte in seinem Antrag argumentiert, dass bei dem ursprünglichen Verfahren gegen ihn 1978 juristische Fehler gemacht worden seien. (SDA/gca)

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