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Die AHV-Initiative und die Initiative zur Abschaffung des Verbandsbeschwerde-Rechts geraten ins Wanken. Das zeigt die 2. Umfrage der SRG zur eidgenössischen Volksabstimmung vom 30. November, deren Resultate heute veröffentlicht wurden.
Gegner und Befürworter der AHV-Initiative liegen jetzt praktisch gleichauf. Wäre bereits am letzten Sonntag über die Initiative für ein flexibles Rentenalter abgestimmt worden, hätten 45 Prozent mit Ja gestimmt und 43 dagegen. 12 Prozent waren noch unentschlossen.
Damit haben die Gegner der AHV-Initiative gegenüber der letzten Befragung vor einem Monat deutlich aufgeholt. Im Oktober hatten noch 52 Prozent die Initiative befürwortet und 30 Prozent waren dagegen.
Ausgang offen
Aufgrund der Befragung ist der Ausgang der Abstimmung zurzeit offen. Setzt sich aber der Trend bis zum 30. November im gleichen Masse fort, so ist laut den Forschern von gfs.bern eine Ablehnung wahrscheinlich.
Die Opposition gegen die AHV-Initiative nahm vor allem in der Deutschschweiz zu. In der Romandie und der italienischen Schweiz sind die Befürworter weiterhin in der Mehrheit.
Ins Nein gerutscht
Ins Nein gerutscht ist die Verbandsbeschwerderechts-Initiative – und das klar: Neu wollen 49 Prozent die Initiative ablehnen, 33 Prozent sind dafür. Vor einem Monat lagen die Befürworter noch mit 42 Prozent Ja zu 40 Prozent Nein knapp vorn. Weiterhin sind 18 Prozent unentschlossen, was vergleichsweise viel ist.
Ähnlich hat sich die Meinungsbildung bei der Hanf-Initiative entwickelt. 50 Prozent lehnen das Begehren jetzt ab, 38 Prozent sind dafür (Oktober: 45 Prozent Ja und 42 Prozent Nein).
Eine unverändert stabile Ja-Mehrheit ist bei der Revision des Betäubungsmittelgesetzes feststellbar: 63 Prozent wollen der Vorlage zustimmen, 21 Prozent lehnen sie ab (Oktober: 63:20 Prozent).
Das Schicksal der meisten Initiativen
Die Ergebnisse der zweiten SRG-Umfrage bestätigen das gängige Muster bei Abstimmungen über Volksinitiativen: Zu Beginn der Kampagnen stossen die Volksbegehren jeweils auf viel Sympathie, im Verlauf des Abstimmungskampfs sinkt der Anteil der Befürworter, während gleichzeitig die Zahl der Nein-Stimmenden steigt. (SDA/hhs)
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Die Kampagne der Gegner des flexiblen AHV-Alters scheint zu ziehen. (Keystone)