«Extrem wechselhaft» Frühling gibts nur in Häppchen

  • Publiziert: 23.02.2010, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Raphael Diethelm

ZÜRICH – Am Wochenende machte der Frühling Lust auf mehr. Auf dem Kalender beginnt er aber erst am 20. März. Vorläufig müssen wir uns mit Häppchen begnügen.

Meteorologen haben schon am 1. März Frühling, weil sie mit drei vollen Monaten für jede Jahreszeit besser rechnen können. Der europäische «Lenz» legt an der Südwestküste Portugals los und zieht dann mit einer Geschwindigkeit von rund 40 Kilometern pro Tag durch die Lande.

Sind seine Vorboten etwa schon im Schweizer Mittelland angekommen, um dem «ewigen Schnee» der letzten Wochen den Garaus zu machen? Dürfen wir uns nach dem vergangenen Wochenende auf weitere Frühlingsgefühle freuen? Blick.ch fragte Jürg Zogg von SF Meteo.

«Es bleibt extrem wechselhaft»

«Einen ganzen Tag Frühling sehe ich in nächster Zeit nicht», sagt Wetterprofi Zogg. «Bis zum Wochenende bleibt es extrem wechselhaft, mit vielen Störungen. Und für Sonntag müssen wir ein Sturmtief beobachten, das aus den Pyrenäen kommt. Es dürfte die Schweiz aber verpassen.»

Der Meteorologe stellt weiterhin Höchstwerte um 10 bis 12 Grad in Aussicht. «Auch die ersten paar Tage im März dürfte es so weitergehen. Darüber hinaus ist natürlich auch wieder einmal Neuschnee möglich, allerdings nie in solchem Ausmass wie im März 2006», so Zogg.

Zügige Winde und Zwischenhochs

Teils zügige Winde halten die Wolken über der Schweiz auf Trab. «Der Donnerstag dürfte in den östlichen Landesteilen dank dem Föhn ganz akzeptabel werden», sagt Zogg. «Ein Zwischenhoch winkt auch am Samstagvormittag, doch dann wirds wieder milchig.»

Frühlingsgefühle muss man vorerst an Europas Küsten suchen: Die portugiesische Hauptstadt Lissabon trumpft mit 16 Grad auf, etwas näher – und wärmer – ist vorerst nur noch Palermo (17 Grad) auf Sizilien.

play Der Bundesplatz in Bern wird zur Sonnentankstelle. (Keystone)

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