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Brrrr. Da schlottert sogar der heisseste Fasnächtler: Im Schweizer Mittelland sank das Thermometer auf -10 Grad Celsius. In höheren Lagen sank die Temperatur gar auf Rekordwerte.
Dabei standen bereits in den frühen Morgenstunden rund 3000 Narren mit Kuhglocken, Rätschen oder Pfannendeckeln bewaffnet auf dem «Säulimärit» in Solothurn, um die Chesslete einzuläuten. Traditionellerweise tragen die Lärmmacher weisse Nachthemden, Zipfelmützen und rote Halstücher.
Mit der Chesslete sollen die Wintergeister aus der Stadt vertrieben werden. Bis am Aschermittwoch verwandelt sich so die Ambassadorenstadt in die inofizielle Pazifikmetropole Honolulu. Dort werden nach Solothurner Leseart die Antipoden vermutet.
In Luzern wurde heute früh um Punkt fünf Uhr die Fasnacht eröffnet. Der Schmutzige Donnerstag ist in der Leuchtenstadt der traditionelle Auftakt für die «fünfte Jahreszeit», wie es die Zentralschweizer nennen.
Auch in St. Gallen sind die Narren los: Die Strassen der Innenstadt sind bis am Dienstag wieder fest in der Hand der «Guggen» mit ihren farbenfrohen Kostümen, Konfettistürmen und der dazu gehörenden, ohrenbetäubenden Kakophonie.
Höhepunkt des Treibens wird am Samstag der «Föbü-Verschuss» beim Blumenmarkt sein. Dann wird der 35. Ehren-Födlebürger (Föbü), eine Auszeichnung für ein Stadtbürger mit «Födle» – das heisst Charakter, Mut und Stil, mit viel Konfetti aus einer monströsen Kanone in den Fasnachtshimmel befördert.
Die Guggenmusiker und Gäste müssen aber tüchtig feiern, um die klirrende Kälte zu vertreiben. Denn der Winter hat die Schweiz weiterhin fest im Griff. In vielen Regionen war es die kälteste Nacht dieses Winters. So sank das Quecksilber am Zürichberg auf -9,9 Grad. Auf der Glattalp im Kanton Schwyz blieb die Quecksilbersäule bei -31,2 Grad stehen, wie Meteonews mitteilt.
Temperaturen von mehr als 10 Grad unter Null zeigte das Thermometer in Aarau (-10,1 Grad), in Schaffhausen (-10,1 Grad), in Zürich-Reckenholz (-12,3 Grad) sowie in Chur (-14 Grad). (SDA/zum/b38)
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Trotz klirrender Kälte: Närrisches Treiben in Luzern. (Keystone)