Freund gesteht Mord im Volkiland

VOLKETSWIL ZH – Ein Fremder habe seine Freundin (16) auf dem Parkplatz beim Volkiland erschossen, behauptete er. Jetzt gibt der Kosovare (20) zu, dass er selbst abgedrückt hat.

  • Publiziert: 09.03.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

Wie die Staatsanwaltschaft heute mitteilte, legte der junge Mann das Geständnis gestern Abend ab. Wie, weshalb und wo er die Tat verübt habe, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen, sagte Staatsanwalt Adrian Kaegi.

Die Untersuchungen würden dann zeigen, ob die Tat im Auto, auf dem Parkplatz, in der näheren Umgebung oder ganz woanders stattgefunden habe.

Gegen den aus Kosovo stammenden 20-jährigen Freund der verstorbenen jungen Frau sei beim Haftrichter Antrag auf Anordnung von Untersuchungshaft gestellt worden, heisst es im Communiqué der Staatsanwaltschaft weiter.

«Unbekannter hat sie erschossen»

Der Freund der Erschossenen hatte zunächst ausgesagt, er habe mit seiner Freundin im Auto auf dem Parkplatz beim Einkaufszentrum Volkiland etwas gegessen. Plötzlich sei ein unbekannter maskierter Mann erschienen und habe ihn mit einer Pistole bedroht.

Darüber sei er erschrocken und habe sich geduckt. Der Unbekannte habe dann durch das offene Fenster auf der Fahrerseite einen Schuss abgegeben und die Freundin auf dem Beifahrersitz getroffen.

Der Mann fuhr die Verletzte ins Spital Uster, wo die 16-jährige Schweizerin der Schussverletzung erlag. Kurz nach Mitternacht orientierte das Spital die Kantonspolizei Zürich.

Tatzeitpunkt eingegrenzt

Gemäss Kaegi fiel der tödliche Schuss am Samstag zwischen 23 Uhr und 23.45 Uhr. Wo das Opfer getroffen worden sei, müsse die Obduktion ergeben. Nach Abschluss der Obduktion und dem Erstellen des Verletzungsmusters dürfte man Genaueres zum Tathergang wissen, so Kaegi.

Laut Kaegi hat der mutmassliche Täter einen einzigen Schuss abgegeben. Über den Verbleib der Tatwaffe könne er zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen. Auch nicht, wer der Besitzer der Waffe sei. Zudem könne er aus Datenschutzgründen und wegen des Amtsgeheimnisses nichts Weiteres zu Herkunft oder Wohnort von Täter und Opfer sagen.

Kaegi geht davon aus, dass er «in ein bis zwei Wochen ein deutlicheres Bild der Vorfälle malen» kann. (SDA)

play Diese Blumen auf dem Volkiland-Parkplatz erinnern an das Drama. (Markus Heinzer)

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