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Skistar Corinne Rey-Bellet wurde von ihrem Mann erschossen. Mit einer Armeepistole. Bei vielen Tötungsdelikten kommen Schusswaffen zum Einsatz. Vielfach spielen sich die Dramen innerhalb der Familie ab. Und oftmals lag die Tatwaffe zu Hause im Schrank.
In der Schweiz lagern bis zu drei Millionen Schusswaffen in Privathaushalten. Darunter sind zahlreiche Gewehre und Pistolen aktiver oder ausgedienter Soldaten. Die Waffen sind nicht in einem nationalen Register eingetragen. Hobbyschützen haben sich erfolgreich gegen eine solche Datenbank gewehrt.
Mit Frauenpower soll dies nun ändern. Die Zeitschrift «Annabelle» hat die Petition «Keine Schusswaffen zu Hause» gestartet, mit dem Ziel, diese in der Herbstsession dem Parlament und Bundesrat zu übergeben.
Darin wird gefordert, dass Wehrpflichtige ihre Waffe nicht mehr mit nach Hause nehmen dürfen und sie nach der Ausmusterung auch nicht behalten können. Zudem soll es ein nationales Waffenregister geben.
«Uns geht es nicht darum, die Schweiz zu entwaffnen», betont Chefredaktorin Lisa Feldmann. Genau dies scheinen aber gewisse Leute zu befürchten. Feldmann erzählt, dass bereits zahlreiche anonyme Beschwerden eingegangen sind.
Die Petition gegen Schusswaffen ist nicht die erste politische Aktion der Zeitschrift. Sie machte sich wiederholt für bestimmte Themen stark, zuletzt für die Mutterschaftsversicherung.
Eine Petition will die Armeewaffe aus dem Privathaushalt verbannen. Die Motion von Jo Lang (Grüne/ZG) hats nicht geschafft.- RDB