Fünf tödliche Bergunfälle Frau stürzt 130 Meter in die Tiefe

  • Publiziert: 09.09.2012

BRIG / POSCHIAVO / ISENTHAL - Das schöne Wetter zog an diesem Wochenende die Wanderer scharenweise in die Berge. Das blieb nicht ohne Folgen: Fünf Menschen stürzten in den Tod.

Am Wochende kamen in den Alpen gleich drei Menschen zu Tode. Gestern Nachmittag fanden Wanderer bei Lourtier im Unterwallis eine Frau, die leblos unterhalb eine Wanderweges lag. Der ausgerückte Arzt konnte nur noch ihren Tod feststellen.

Die Kantonspolizei geht davon aus, dass die Wanderin alleine vom Col de Termin zur Berhütte «Prafleuri» unterwegs war. Auf dem verschneiten Weg rutschte sie aus und stürzte 130 Meter in die Tiefe.

Auch heute starben zwei Menschen in den Walliser Bergen, beides Deutsche. In der Region von Zermatt, auf 3400 Metern Höhe, rutschte ein Alpinist (46) aus und stürzte 200 Meter tief. Bei Obergesteln stürzte ein 65-jähriger Gleitschirmflieger ab. Wieso ist noch unklar.

Im Kanton Graubünden starb ein 66-jähriger Berggänger. Der Mann war am Abend als vermisst gemeldet worden, nachdem er von einer Wanderung aus dem Gebiet Scelbez nicht zurückgekehrt war.

Ein Jäger auf Treibjagd im Gebiet Corn da l'Abrüsù hörte ein Mobiltelefon klingeln. Als er kurz darauf einen Rega-Helikopter sah, vermutete er einen Zusammenhang. Mit dem Handy informierte er die Rettungskolonne und lotste den Helikopter zum Unglücksort. Die Hilfe kam zu spät: Der Wanderer war bereits tot. Er war 30 Meter tief gestürzt.

In der Nähe von Isenthal UR stürzte ein 57-Jähriger 100 Meter tief in den Abgrund. Er war mit einer Begleiterin auf einer Gebirgswanderung im Gebiet Fulen-Chuld. (dra/SDA)

 

 

Beliebteste Kommentare

  • Andreas  Kaufmann
    Leider werden die Risiken von vielen Bergwanderen unterschätzt, besonders wenn steile Firnfelder gequert werden müssen, oder wenn wie jetzt teils frischer Schnee liegt.
    • 09.09.2012
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Alle Kommentare (5)

  • Heinz  Muenger
    Es ist immer tragisch, wenn solche Unfälle mit Todesfolge passieren. Viele Menschen bewegen sich in den Bergen, welche je nach Route immer eine versteckte Gefahr in sich bergen können, wie zu Fuss in der Stadt. Oft ist auch das Schuhwerk, die Ausrüstung nicht den Umständen angepasst. Unfälle passieren leider immer, egal wo, allen Hinterbliebenen entbiete ich mein herzliches Beileid, Trost, Kraft und Gottes Segen.
    • 10.09.2012
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  • Köbi  Karrer
    Man stelle sich mal vor, 5 Sportschützen schiessen sich selber tod. Man gäbe das einen Aufschrei in den Medien und den Ruf nach einem totalen Waffenverbot. Aber in den Bergen darf offenbar jeder rumturnen wie er will und sich dabei zu Tode stürzen.
  • Zane  Snozzi , Rothrist
    Mein Beileid an die Hinterbliebenen. Ich sehe diesmal keine zynischen Kommentare. Liegt es daran, dass es keine Basejumper sind?...
    • 09.09.2012
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  • Andreas  Kaufmann
    Leider werden die Risiken von vielen Bergwanderen unterschätzt, besonders wenn steile Firnfelder gequert werden müssen, oder wenn wie jetzt teils frischer Schnee liegt.
    • 09.09.2012
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  • Orlando  Uccellini
    ...... und jetzt, wird das Bergsteigen auch verboten, wie so vieles was gefährlich ist?
    • 09.09.2012
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