BRIG / POSCHIAVO / ISENTHAL - Das schöne Wetter zog an diesem Wochenende die Wanderer scharenweise in die Berge. Das blieb nicht ohne Folgen: Fünf Menschen stürzten in den Tod.
Am Wochende kamen in den Alpen gleich drei Menschen zu Tode. Gestern Nachmittag fanden Wanderer bei Lourtier im Unterwallis eine Frau, die leblos unterhalb eine Wanderweges lag. Der ausgerückte Arzt konnte nur noch ihren Tod feststellen.
Die Kantonspolizei geht davon aus, dass die Wanderin alleine vom Col de Termin zur Berhütte «Prafleuri» unterwegs war. Auf dem verschneiten Weg rutschte sie aus und stürzte 130 Meter in die Tiefe.
Auch heute starben zwei Menschen in den Walliser Bergen, beides Deutsche. In der Region von Zermatt, auf 3400 Metern Höhe, rutschte ein Alpinist (46) aus und stürzte 200 Meter tief. Bei Obergesteln stürzte ein 65-jähriger Gleitschirmflieger ab. Wieso ist noch unklar.
Im Kanton Graubünden starb ein 66-jähriger Berggänger. Der Mann war am Abend als vermisst gemeldet worden, nachdem er von einer Wanderung aus dem Gebiet Scelbez nicht zurückgekehrt war.
Ein Jäger auf Treibjagd im Gebiet Corn da l'Abrüsù hörte ein Mobiltelefon klingeln. Als er kurz darauf einen Rega-Helikopter sah, vermutete er einen Zusammenhang. Mit dem Handy informierte er die Rettungskolonne und lotste den Helikopter zum Unglücksort. Die Hilfe kam zu spät: Der Wanderer war bereits tot. Er war 30 Meter tief gestürzt.
In der Nähe von Isenthal UR stürzte ein 57-Jähriger 100 Meter tief in den Abgrund. Er war mit einer Begleiterin auf einer Gebirgswanderung im Gebiet Fulen-Chuld. (dra/SDA)
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