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In Stein gemeisselt ist sein Ziel, deutschen Steuerbürgern die Flucht in die Schweiz unmöglich zu machen.
Doch gleichzeitig ist er bemüht, Brücken zu den Nachbarn zu schlagen. Zwar habe er, dessen Familie von den Nazis verfolgt worden sei, den in der Schweiz gefallenen Vorwurf des «Nazi-Schergen» als unerträglich empfunden.
Zugleich aber, gibt Peer Steinbrück im Gespräch mit Frank A. Meyer zu, habe er sich in der Steuerdebatte der vergangenen Monate womöglich im Ton vergriffen.
Wer die kühl distanzierte Ausdrucksweise der Hamburger kennt, könnte aus diesen Sätzen fast schon eine Entschuldigung heraushören. Doch wenn, dann ist es eine Entschuldigung nur in der Form, nicht aber in der Sache.
Denn bei der Jagd auf Steuersünder, das sagt Steinbrück zwischen den Zeilen, geht es nicht nur um Milliarden, die der Finanzminister in diesen Krisenzeiten dringend braucht. Es geht auch um den Eindruck in der Öffentlichkeit, dass die Politik bereit ist, die Eliten zur Einhaltung ihrer sozialen Pflichten zu zwingen.
Unter den hartnäckigen Fragen des Schweizers Meyer entpuppt sich der Deutsche Steinbrück als nachdenklicher Sozialdemokrat, der es als seine wichtigste Aufgabe ansieht, die soziale Marktwirtschaft vor der ruinösen Gier der wirtschaftsliberalen Eliten zu retten.
Und der – er sagt es ausdrücklich – die Schweiz bei der nächsten OECD-Tagung in Berlin am Konferenztisch sehen möchte.