Flugzeug-Entführung in Genf Die Schweizer Luftwaffe hat erst ab 8 Uhr geöffnet

GENF - Heute Morgen vor 6 Uhr kreiste das entführte Flugzeug von Ethiopian Airlines über Genf. Begleitet wurde es von zwei französischen Kampfjets. Die Schweizer Jetpiloten begannen erst um 8 Uhr mit der Arbeit.

Flugzeug-Entführung: Hier werden die Passagiere rausgeholt

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Eigentlich hat die Schweiz eine eigene Luftwaffe. Doch aus Kostengründen arbeitet sie nur zu Bürozeiten. Zum Glück sind die italienischen und französischen Kollegen rund um die Uhr im Einsatz.

Als die entführte Maschine der Ethiopian Airlines heute in den frühen Morgenstunden Kurs auf Genf nahm, hefteten sich erst zwei Eurofighter der Italiener an ihre Fersen. An der Grenze zu Frankreich übernahmen zwei französische Mirages die Verfolgung.

Franzosen dürfen über der Schweiz fliegen

Als die Ethiopian-Maschine in den Schweizer Luftraum flog, blieben die Franzosen dran. «Wir haben ein Abkommen mit Frankreich, das ihnen den Einflug in den Schweizer Luftraum erlaubt», sagt Luftwaffensprecher Jürg Nussbaum zu Blick.ch. Ein Waffeneinsatz durch die Franzosen wäre aber verboten, das sei heute aber auch absolut kein Thema gewesen.

Als das entführte Flugzeug um 6 Uhr in Genf landete, waren die Schweizer Militärpiloten wohl noch im Bett. Die Schweizer Luftwaffe wusste zwar um die Entführung. «Die Italiener haben uns um 4.30 Uhr informiert», sagt Nussbaum. Doch eigene Flugzeuge konnten die Schweizer nicht in die Luft schicken.

24-Stunden-Überwachung, aber keine Jets

«Wir haben eine elektronische 24-Stunden-Luftraumüberwachung, aber Interventionsmöglichkeiten nur zu Bürozeiten oder auf besondere Anordnung», erklärt Nussbaum. Konkret heisst das: Die Luftwaffe sieht zwar eine Entführung, sie kann dann aber nichts machen.

So standen heute Morgen erst gegen 8 Uhr zwei F/A-18 am Flugplatz Meiringen in Alarmbereitschaft. «Für den Fall, dass das entführte Flugzeug nochmals gestartet wäre.» Doch die Entführung war da schon lange vorbei.

Zu wenig Geld, Personal und Flugzeuge

Eine Dauerbereitschaft der Schweizer Luftwaffe gibt es nur an besonderen Anlässen wie das WEF. Sonst fehlen dafür Geld, Personal und Flugzeuge. Doch Verteidigungsminister Ueli Maurer ist daran, dies zu ändern, wie «20 Minuten» schreibt. Im Rahmen des Projekts Ilana soll die Schweizer Luftwaffe wieder rund um die Uhr Kampfflugzeuge in den Himmel schicken können. (sas)

Publiziert am 17.02.2014 | Aktualisiert am 19.02.2014
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50 Kommentare
  • Thomas  Bieri 18.02.2014
    Kein Geld für 24h Betrieb aber für die Grippen haben wir mehr als genug??? Geben wir doch den Franzosen 1-2 Milliarden um unseren Luftraum 24h zu beschützen dann können wir uns den Kauf der Flugzeuge sparen und haben noch Geld gespart.
  • Rolf  Hess aus Münchenbuchsee
    18.02.2014
    Die gleichen Typen, die sich hier beschweren dass wir einen Vertrag mit Frankreich bei solcher Vorfällen haben, wollen mit aller Kraft noch mehr tun, dass die Armee durch Sparen geschwächt wird. Das Sprichwort von den zwei linken Knien stimmt also doch. Die Franzosen, als Atommacht, haben 24 Stunden Betrieb in der Armee. Da wird nicht so gestänkert.
  • Hans-Peter  Aregger , via Facebook 17.02.2014
    eine kleine Frage an alle Meckerer: Was kostet der Start von 2 F16 in Meiringen, der Flug nach Genf, um die Maschine von den Franzosen für ein paar Kilometer zuübernehmen und die Landung zu überwachen.??
    Die franz.Luftwache hat das Recht die Schweiz zu überfliegen. Das war eine saubere Sache,deshalb wäre es falsch gewesen unsere Flugzeuge los zuschicken. Bitte Geografie nach lernen..
  • Sven  Jeker , via Facebook 17.02.2014
    Das Problem ist nicht die Luftwaffe, das Problem liegt beim Steuerzahler der keinen Rappen zuviel augeben will.
    Dank den Enormen einsparungen, die vom Stimmvolk beschlossen wurde sind wir heute soweit, das unsere Jet`s am Boden bleiben.
    Genau diese *Rappenspalter* sind die, die jetzt Schadenfreude haben...
    Um solches zu verhinder muss die Luftwaffe nicht abgeschaft, sondern mit mehr Finanziellen mitteln Unterstützt werden!
    • Romy  Mattli , via Facebook 18.02.2014
      Reden sie hier von den einfachen Arbeiter oder den steuerbegünstigen Million- und Milliardäre, welche unser Land bevölkern? Wenn uns doch nicht nur das Geld, sondern auch noch das Personal für solche Nachteinsätze fehlen, frag ich mich, wer dann die Grippen fliegen soll. Fliegt doch erst mal die Flugzeuge, die zur Verfügung stehen, nur dank Grippen wird es nicht mehr Personal geben.
  • Müller  Rolli aus AG
    17.02.2014
    So leid wie es mir tut, aber UNSERE LUFTWAFFE braucht DEFINITIV keine NEUE Flieger! Erst ab 8Uhr Morgens Einsatz bereit, das ist ja ein Witz. Ist das die Polizei oder Ambulanz oder oder, währe deren Laden "Geschäft" schon längst von Amtes wegen Geschlossen worden!

    Eines ist klar sollten WIR STEUERZAHLER über die neuen Flieger für eine nicht bereite Luftwaffe abstimmen müssen. Ist meine STIMME - NEIN!! Unsere Luftwaffe braucht dazu keine NEUEN Flieger. Da genügen alle mal noch die ALTEN!!