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Es ist drei Uhr, Mittwochmorgen. Alle Bewohner des Durchgangsheim für Asylsuchende in Frauenfeld schlafen. Doch dann beginnt der Albtraum: «Ich schlief ruhig neben meinem Baby als ich die lauten Schreie hörte», berichtet die Äthiopierin Mihrer Tesfay (20). «Ich dachte es sei eine Prügelei. Bis ich aus dem Fenster schaute und plötzlich Feuer sah.»
Im Aufenthaltsraum des Nachbargebäudes ist ein Feuer ausgebrochen. Bald schlagen die Flammen aus den Fenstern.
Alles voller Rauch
Adis Eminic (37) aus Bosnien, Ivan Arsic (27) aus dem Kosovo und Denis Zhuk (29) aus der Ukraine schliefen direkt neben dem brennenden Raum. «Ich bin vom Gestank des Rauchs aufgewacht. Ich bin aufgestanden und habe das Licht im Gang angemacht. Alles war voller Rauch», erzählt Eminic. Sofort weckt er seine beiden Kollegen.
«Wir warfen unsere Habseligkeiten aus dem Fenster und sprangen nach. Wir hatten solche Angst.» Zum Glück ist das Heim nur einstöckig. Unverzüglich helfen die ausgerückten Einsatzkräfte den restlichen Bewohnern. Alle 13 Personen, die in diesem Gebäudeteil untergebracht waren, konnten gerettet werden. Wie durch ein Wunder blieben alle unverletzt.
Die Feuerwehr brachte den Brand dann rasch unter Kontrolle. Trotzdem ist der gesamte Trakt, in dem das Feuer ausbrach, nun unbewohnbar. «Der Aufenthaltsraum ist total ausgebrannt», berichtet Susanne Höllwarth (47), Leiterin der Peregrina-Stiftung, die das Heim verwaltet. Die Brandursache ist bislang unbekannt.
Verdächtige Männer mit Kapuzen
Gegenüber blick.ch berichtet ein Nachbar, dass er gesehen haben will, wie kurz zuvor drei Männer mit Kapuzen und Stiefeln um das Gebäude schlichen, und dann wegrannten. Zehn Minuten später brach das Feuer aus.
«Es gab keine Drohungen im Vorfeld. Ich denke und hoffe, dass es kein Anschlag war, aber man weiss es nie», sagt Höllwarth.
Die Polizei schloss einen Brandanschlag aber aus. Es seien kein Brandbeschleuniger oder Ähnliches gefunden worden.
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