Kommentar zum Killergames-Verbot Fiktive Wahrheit im Bundeshaus

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Marcel Zulauf

Killerspiele sollen in der Schweiz verboten werden. Das will der Ständerat. Also der gleiche Rat, der sich gegen die Einziehung von Armeewaffen wehrt. Das ist absurd.

Bei Computerspielen wird zwar in Massen getötet. Doch das ist rein virtuell. Einen Zusammenhang zwischen Fiktion und Realität wurde bisher nicht nachgewiesen.

Durch Armeewaffen sterben jedes Jahr Menschen. Sie töten sich selbst. Oder andere. Das ist traurige Realität.

Dass sogenannte Ego-Shooter Spielinhalte bieten, die vielen Menschen zu weite gehen, ist unbestritten. Aber es wird letztlich niemand gezwungen, solche Games zu spielen.

Dass Armeewaffen missbraucht werden, ist auch Realität. Nur wird damit oftmals unbeteiligten unglaubliches Leid zugefügt.

Warum will der Ständerat also Killerspiele verbieten, Waffen aber in hunderttausenden Haushalten herumstehen haben? Weil ersteres nur einige wenige stört. Und somit nicht das Gros der Wähler vergrault.

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