Wieder Bundesrat Blocher? Das sagen unsere Leser «Fertig mit Kuschel-Politik!»

  • Publiziert: 18.11.2008, Aktualisiert: 03.01.2012
play Soll Christoph Blocher nach seiner Abwahl vor einem Jahr noch einmal in den Bundesrat? (Keystone)

ZÜRICH – Der Name Christoph Blocher elektrisiert – und spaltet unsere Leser. Soll er wieder in den Bundesrat? Das sagen die Blick.ch-User.

Die Feedbacks unserer Leser sind klar: entweder voll für Blocher – oder voll dagegen.

Voll für Blocher

Peter, Baden: «Blocher muss in den BR! Nur er kann dieses ‹SAU-PUFF› wieder in Ordnung bringen, schliesslich soll ja kein Jasskollege für die anderen sieben gewählt werden!!!»

Dänu, Bern: «Nur Blocher ist überhaupt fähig, die Missstände in unserem Land aufzuräumen – besonders bei der Armee. Er ist zwar nicht sehr beliebt im Parlament und Bundeshaus, jedoch darf man nicht ausser Acht lassen: Blocher ist der intelligenteste von allen. Drücken wir Herrn Blocher also die Daumen!»

Danny, Zürich: «Hallo Leute. Eure sture Anti-Blocher Haltung ist einfach nur billig und hirnlos. Es geht um die Schweiz, meine Lieben, es braucht eine fähige Person im BR, die das Land führen kann. Ärmel hochkrempeln und anpacken. Blocher hats schon mal gezeigt. Er ist bestimmt eine gute, vielleicht sogar die beste Wahl für unser Land und nur das zählt.»

Roberto, Dottikon: «Herr Blocher gehört klar in den Bundesrat! In schwierigen Zeiten ist es mehr als nur vernünftig, wenn man einen Bundesrat wählt, der bereits weiss, wie der Hase in Bern läuft. Für Spielchen hat es jetzt keine Zeit. Schliesslich geht es um den Volks-Willen und dieser will Herrn Blocher!»

Martin, Zuchwil: «Im VBS (Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) braucht es eine Führungsperson mit dem Potenzial, das VBS wieder auf Vordermann zu bringen. Eine solche findet man sicher nicht bei der SP, CVP oder FDP. Für solche Rettungsaktionen, wie es das VBS braucht, ist Blocher eine gute Lösung.»

Eric, Canada: «Blocher ist nun halt mal der fähigste Mann für den Job! Ein Drittel der Schweizer wählt SVP ... da muss ein starker Mann her. Fertig mit Kuschel-Politik!»

Voll gegen Blocher

Juan, Reinach: «Der Zürcher Flügel glänzt wieder mal durch Totalverlust des Realitätssinnes. Manchmal glaube ich, die wollen gar nicht mehr in den Bundesrat. Was einem Verrat an ihren Wählern gleichkommt. Ich würde für Herrn Amstutz oder sogar Herrn Maurer stimmen.»

Ruedi, Zürich: «Ich kann das Wort ‹Blocher nicht mehr hören!»


Umberto, Widnau: «Braucht die Schweiz Grossväter und dann erst noch solche, die glauben, über allen und allem zu stehen?»


Giaccomo, Bülach: «Die sture und einfältige Haltung der Zürcher SVP erinnert immer mehr an die Heldenverehrung der Nordkoreaner für ihren ‹geliebten Führer›. Bei Blocher selbst kann man nur noch von Altersstarrsinn sprechen.»

Rudolf-Willi Nuolf, Niederwil: «Ich kann nur sagen: der Krug geht zum Brunnen(r), bis er bricht... Mit der alleinigen Kandidatur von Christoph Blocher wird die SVP nicht zum gewünschten Erfolg kommen. Mit Christoph Blocher als einzigem Kandidaten wird die SVP noch länger nicht im Bundesrat vertreten sein. Schade. Jüngere Bundesräte/innen würden dem Altersheim in Bern gut tun. »

Bernie, Zürich: «Wie haben wir uns immer wieder gewundert und diese Länder mit Häme eingedeckt, als Berlusconi in Italien erneut zum Präsidenten gewählt wurde und Bush eine zweite Amtszeit gegönnt wurde. Vielleicht sollten wir zuerst vor der eigenen Türe kehren. Ein absolutes Armutszeugnis, was die SVP da abliefert. Dieser Personenkult um Blocher ist einfach nur lächerlich, und wenn er wirklich der einzige fähige SVPler ist, dann gute Nacht.»

Jakob, Frauenfeld: «Es ist kaum zu glauben, dass Herr Blocher nochmals nominiert wird. Was denkt sich die SVP nur dabei? Mit dem Kopf durch die Wand, obwohl es aussichtslos ist? Wir brauchen keine Blochers mehr im Bundesrat. Mit dem Brecheisen zu agieren bringt am Schluss der Partei am aller wenigsten. »

So geht es weiter: Die SVP-Kantonalparteien können bis zum 25. November bei der SVP-Leitung ihre Kandidaten anmelden. Am 27. November bestimmt die SVP-Bundeshausfraktion, mit wem sie antreten will. Am 10. Dezember entscheidet die Bundesversammlung, wer als Nachfolger für Samuel Schmid in den Bundesrat einzieht.
(snx)

«Wahlchancen sind nicht mein Problem»

Nach seiner Abwahl vor einem Jahr sind Blochers Chancen, durch die Bundesversammlung ein zweites Mal gewählt zu werden, schlecht. Das stört den Zürcher aber nicht: «Wahlchancen sind nicht mein Problem», sagt Blocher dazu bloss.

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