FDP-Pelli warnt vor Linksrutsch

  • Publiziert: 27.06.2009, Aktualisiert: 13.01.2012

BERN – Eines muss man ihn lassen: In Sachen Couchepin-Nachfolge lässt FDP-Chef Fulvio Pelli keine Gelegenheit aus, die gegnerischen Parteien in den Senkel zu stellen.

Diesmal hat der plötzlich so streitlustige Parteipräsident die SP und die CVP im Visier: Einen hohen Preis zahlen müssten Parteien, welche den FDP- Anspruch missachteten, sagte Pelli an der heute in Bern stattfindenden FDP- Delegiertenversammlung.

Dem Land drohe ein Linksrutsch, wenn die CVP einen Vertreter in die Landesregierung bringe. Und an die Adresse der SP erklärte der Tessiner Nationalrat vielsagend: «Sie muss bald beide Bundesräte auswechseln.»

Aha! Bei der SP ist der Wink mit dem Zaunpfahl allerdings offenbar noch nicht angekommen: Genossen-Boss Levrat diskutierte seinerseit an der DV der SP heute lieber die Lateiner-Frage.

Die Diskussion darüber, was ein echter Lateiner sei und was nicht, lege das Schwergewicht auf das Trennende und nicht auf das Verbindende. Diesbezüglich sei es besonders bedauerlich, dass die Diskussion von Fulvio Pelli. «Von jemandem, der mehr als alle anderen auf den nationalen Zusammenhalt achten müsste.»

Levrat warf in seiner Rede auch die Frage auf, ob ein Lateiner dieses Etikett überhaupt noch verdiene, wenn er sich hauptsächlich auf Deutsch ausdrückt. «Um jemanden zufällig zu nennen Fulvio Pelli oder Christophe Darbellay.»

Pelli selbst hat heute zum x-ten Mal seine eigenen Ambitionen auf das hohe Amt in Abrede gestellt: Sein Ziel sei es, die FDP bei den Wahlen von 2011 als Parteipräsident zum Erfolg zu führen. (SDA/bih)

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