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Der FC Basel und die Berner Young Boys haben bereits mit ihren jeweiligen Stadtbehörden neue Vereinbarungen getroffen. Laut Roger Schneeberger, Generalsekretär der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD), sind weitere Abkommen auf dem Weg zur Unterschrift.
Der FC Luzern und der FC St. Gallen stünden kurz vor dem Abschluss der Gespräche mit den entsprechenden Behörden, sagte Schneeberger heute. Die AC Bellinzona verhandle nach den Sommerferien mit dem Kanton Tessin, während der Super-League-Neuling FC Thun ebenfalls mit den Behörden im Gespräch sei, aber noch konkrete Ergebnisse haben vorlegen können.
Der Kanton Wallis habe in Bezug auf den FC Sion noch keine konkrete Rückmeldung gegeben, so Schneeberger. Verhandlungen verweigert habe sich bisher der FC Xamax. Solange keine Vereinbarung steht, bitten Kanton und Stadt den Club gemäss entsprechendem Bundesgerichtsurteil zur Kasse, was Xamax jeweils anficht.
Der FC Zürich und die Grasshoppers wehren sich ebenfalls gegen die Kosten, die ihnen die Stadt Zürich gestützt auf das Polizeigesetz auferlegt. Eine Beschwerde dagegen ist vor Gericht hängig. Verhandelt werde erst, wenn die Rechtslage geklärt sei, berichtet die KKJPD.
Mehr Zeit benötigt
Die Kantone haben Anfang April mit Fussballorganisationen eine Mustervereinbarung getroffen und Behörden und Clubs dazu aufgerufen, bis Ende Juni die ausstehenden Fragen zu klären. KKJPD-Generalsekretär Scheeberger räumte aber ein, dass die Frist sehr kurz bemessen gewesen sei und die meisten Verhandlungspartner mehr Zeit benötigen würden.
Die steigenden Kosten für die Sicherheit von Super-League-Spielen verärgern die betroffenen Städte und Kantone zusehends. Ein so genanntes Hochrisikospiel, wo verfeindete Fangruppen anwesend sind, kostet nach Angaben der Kantone bis zu 250000 Franken. Es müssen immer mehr Polizisten in den Stadien für Ruhe sorgen.
Die Kosten sind laut Schneeberger der Haupt-Knackpunkt der Verhandlungen. Weitere Streitfragen sind der Verkauf von Alkohol in den Stadien sowie die Überwachung der Fans, wo unter anderem das Auswerten von Videomaterial zusätzliches Personal erfordert. (SDA)