
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
(ZVG)
Bald fünf Tage schon leben sechs Berberaffen im Wald unterhalb des Frauenfelder Plättlizoos. Das Alpha-Männchen ist aus seinem neuen Gehege ausgebrochen. Drei Weibchen und zwei Junge sind ihm gefolgt.
«Die Affen sind noch nicht heimgekommen», sagt die Schwester von Zoo-Chef Walter Mauerhofer. Einfangen werde man sie nicht, sie seien ja nicht weit. Irgendwann würden sie dann schon wieder zurückkommen. Obwohl sie in der Natur alles haben – ausser dem Popcorn, das ihnen die Zoobesucher füttern.
Berberaffen gehören nicht in die Ostschweiz
Beim Schweizer Tierschutz sieht man die Sache nicht ganz so locker. «Der Zoobesitzer darf nicht warten, bis sich die Tiere verschieben und eine Population gründen», sagt der Tierfilmer Mark Rissi.
Zwar zeige das Beispiel des nahegelegenen Affenberg Salem, dass die Tiere winterfest und nicht auf den Zoo angewiesen seien, doch Berberaffen seien aus Marokko und gehörten nicht in die Schweiz. «Man muss die Tiere einfangen und das Gehege ausbruchsicher machen.»
Wölfe im Wallis, Affen im Thurgau
Die Berberaffen waren im Plättlizoo über den Zaun gesprungen. Zoo-Chef Mauerhofer wird gerade im Spital an der Schulter operiert. Wenn die Affen zurück sind, wird er die Stromstärke im elektrischen Zaun erhöhen, sagt seine Schwester.
Wenn die Berberaffen aber nicht zurückkommen, hätte der Thurgau als erster Schweizer Kanton Affen in freier Wildbahn. Berberaffen ernähren sich von Obst, Früchten und Beeren. Und Äpfel gibt es im Kanton Thurgau ja genug.