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In einer Woche werden im Nationalrat die Köpfe rauchen: Dann wird über die CO2-Abgabe verhandelt. Wirtschaftskreise stellen sich gegen die Abgabe und wollen stattdessen den Klimarappen. Dabei macht sich vor allem der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse für letzteren stark. Eine C02-Abgabe schade den Unternehmen, begründet der Verband sein Engagement.
Das macht Moritz Leuenberger sauer. In einem Interview mit der «HandelsZeitung» sagte der Umweltminister, er glaube Economiesuisse nicht, dass sie im Namen und im Interesse der gesamten Wirtschaft handle.
Denn die grössten CO2-Verursacher der Schweizer Wirtschaft, zum Beispiel die Zement- und die chemische Industrie, stellten sich den Klimazielen und seien ihnen zum Teil voraus.
Economiesuisse gebe vor, im Namen der Wirtschaft zu reden, orientiere sich aber an jenen Unternehmen, die die Zeichen verschlafen oder darauf gesetzt hätten, dass die C02-Abgabe ohnehin nicht komme, sagte Leuenberger.
Mit Blick auf die Debatte von nächster Woche forderte der Bundespräsident die Politiker auf, nach dem eigenen Gewissen zu entscheiden und «sich nicht von den Wandelhallen-Lobbyisten treiben zu lassen».
Moritz Leuenberger glaubt der Economiesuisse in Sachen Klimapolitik nicht.- Keystone