Falschalarm am Flughafen Genf Sechs Monate Gefängnis für Bombendroher

GENF - Ein Inder behauptete gestern, dass es an Bord eines Flugzeugs eine Bombe habe. Heute wurde er dafür zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Die Maschine der Aeroflot befand sich bereits auf dem Rollfeld, als sie wegen eines falschen Bombenalarms evakuiert wurde. (Archivbild) play
Die Maschine der Aeroflot befand sich bereits auf dem Rollfeld, als sie wegen eines falschen Bombenalarms evakuiert wurde. (Archivbild) MARTIAL TREZZINI

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Ein 39-jähriger Inder, der am Donnerstag einen falschen Bombenalarm auf dem Flughafen Genf ausgelöst hat, ist am Freitag in Genf wegen «Schreckung der Bevölkerung» zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt worden.

Die Verurteilung ist nach der Vernehmung des Angeklagten durch die Genfer Staatsanwaltschaft erfolgt. Der Mann wurde via Strafbefehl verurteilt, weil er auf eine Einsprache verzichtete, wie es in einer Mitteilung vom Freitagabend heisst. Das Urteil ist aber noch nicht in Kraft getreten.

Ein Flugzeug der russischen Fluggesellschaft Aeroflot musste am Donnerstag auf dem Flughafen Genf wegen eines falschen Bombenalarms evakuiert worden. Die Maschine befand sich bereits auf dem Rollfeld und hätte nach Moskau fliegen sollen. An Bord befanden sich 115 Passagiere.

Grosse Verspätungen verursacht

Der 39-Jährige meldete sich kurz vor 13 Uhr am Schalter der Fluggesellschaft und gab an, dass sich im Flugzeug eine Bombe befinde. Er wurde von der Polizei festgenommen. Bei der Befragung gab der Mann zu, dass es sich bei der Drohung um einen Scherz gehandelt habe.

Nach dem Alarm wurden die Gepäckstücke aus dem Flugzeug ausgeladen und mussten von ihren Besitzern verifiziert werden. Sprengstoffexperten der Genfer Polizei durchsuchten darauf das Flugzeug. Der Zwischenfall sorgte für grosse Verspätung.

Nicht erster Zwischenfall

Es ist dieses Jahr nicht das erste Mal, dass jemand wegen eines falschen Bombenalarms am Flughafen Genf verurteilt wird. Ende Juli erhielt eine 41-jährige Französin deswegen eine sechsmonatige Gefängnisstrafe, drei Monate davon musste sie absitzen. Zudem wurden ihr 90'000 Franken in Rechnung gestellt - für die 145 aufgebotenen Polizisten. Die Frau wollte die angebliche Geliebte ihres Mannes am Abflug hindern. (SDA)

Publiziert am 14.10.2016 | Aktualisiert am 14.10.2016
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3 Kommentare
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    15.10.2016
    ....und dazu eine abschreckende Strafe: alle Airlines sollen diesen Passagier auf Lebzeiten von der Beförderung ausschliessen. Am Boden wird er genügend Zeit zum Nachdenken haben.....
  • Paul  Meier aus Bergdietikon
    15.10.2016
    Und nachher gibt es einen Asylantrag, der gutgeheissen wird?
    • Hans  Brönnimann aus St-Prex
      15.10.2016
      Es handelt sich um einen indischen Geschäftsmann mit C-Ausweis. Ich verstehe deshalb nicht, weshalb er einen Asylantrag stellen sollte.