Fall Flaach: Jacqueline Fehr rechnet mit Zoë Jenny ab

FLAACH ZH - Die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr nimmt zu den Untersuchungen des Kindstötungsdelikt in Flaach ZH Stellung. Dafür findet sie deutliche Worte.

Justizdirektorin Fehr sieht keine Schuld bei der KESB

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SCHWEIZ FALL FLAACH MEDIENKONFERENZ play
Jacqueline Fehr gibt an der Medienkonferenz Auskunft über das Gutachten im Fall Flaach ZH. Keystone

Am Freitag hatte ein Gutachter die Kinds- und Erwachsenenschutzbehörde im Kindstötungsdelikt (Kesb) von Flaach ZH entlastet. Dazu nahm die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr in einem Interview mit der «Sonntags Zeitung» und findet deutliche Worte: «Der Fall ist sicher eine Lehre für alle: Mann kann sich nicht vorschnell mit Mutmassungen ein Urteil bilden.»

Dass Natalie K. 2015 ihre beiden Kinder erstickte, um sie vor der Heimpatzierung zu verschonen, wäre nicht zu verhindern gewesen. «Nicht einmal die eigenen Eltern, bei denen sie aufgewachsen ist und die noch am Tag der Tat bei ihrer Tochter zu Besuch waren, sahen Anzeichen für diese Schreckenstat.» Und näher als Grosseltern könne keine Behörde sein.

Schriftstellerin Zoë Jenny floh wegen der Kesb ins Ausland. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Wien. play

Schriftstellerin Zoë Jenny floh wegen der Kesb ins Ausland. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Wien.

Jorma Müller

Fehr sieht trotzdem ein Problem in den Ressourcen der Kesb. Die Gemeinden müssten sich klar überlegen, wie sie damit umgehen. «Wer die Ressourcen der Kesb knapp hält, nimmt bewusst höhere Risiken in Kauf und für diese auch mitverantwortlich», sagt sie.

Weiter rechnet Fehr mit der Schriftstellerin Zoë Jenny ab und beklagt dabei eine Informationsasymmetrie. Betroffene könnten einfach ihre Geschichte erzählen, während weitere Angehörige meist nichts sagen würden, um das Kind zu schützen. «Zoë Jenny ist so ein Fall. Sie hat sich lange und lautstark beklagt, und irgendwann trat ihr Ex-Partner ganz bescheiden auf und sagte: Vielleicht war es doch noch ein bisschen anders», sagt Fehr. 

Publiziert am 31.01.2016 | Aktualisiert am 31.01.2016
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21 Kommentare
  • Monika  Brunschwiler , via Facebook 31.01.2016
    Auf der Seite von RA Konrad Jeker strafprozess punkt ch finden Sie auch dieses Urteil vom 6B_265/2015 vom 3.12.15 gegen Frank Urbaniok der seit Jahren Leute begutachtet ohne sie je gesehen zu haben..... und bisher von der Justiz in seinem gewerbsmässigen Betrügereien geschützt wurde, ein Skandal,... dieser Urbaniok
  • Leibundgut  Walter , via Facebook 31.01.2016
    Die teuren Berichte hätte man sich getrost sparen können. Wenn die Kinder den Grosseltern überlassen worden wären, hätte es kein Drama gegeben.
  • Silvio  Valentino aus Winterthur
    31.01.2016
    Es hilft alles nichts. Wir müssen damit leben, dass eine Anzahl frustrierter Wutbürger unabhängig von der Faktenlage ihre Vorurteile nicht aufgeben kann, denn dann bliebe ihnen mangels Bildung und Wissen kein Ventil mehr, um ihren Gefühlen Erleichterung zu verschaffen. Also werden sie weiterhin ihre Meinung aufgrund ihres Kenntnismangels bilden, sie durch haltlose Behauptungen zu untermauern versuchen und sich diese dann gegenseitig bestätigen. So entsteht ihre eigene verschobene Wirklichkeit,
  • Urs  Hugentobler 31.01.2016
    Dieses Gutachten überrascht mich nicht. War zu erwarten dass der KESB natürlich keine Fehler zugewiesen werden. Frau Fehr ist wirklich eine Zumutung für die Bevölkerung mit dieser Handlungsweise. Klar - Urbaniok pfeifft ins gleicht Loch - die Tote Frau kann nichts mehr sagen. Ihre Suizid-Absichten bereits ja unmittelbar nach der Tat waren sicherlich bekannt. Jetzt wird alles schöngeredet - der nächste Kesb-Fall wird kommen. Dann wird Frau Fehr wieder eine Neue Ausrede finden. Einfach schlimm!
  • Markus  Stoffel , via Facebook 31.01.2016
    Frau RR Fehr, Sie verstricken sich in verschiedene Widersprüchlichkeiten und Unterstellungen. Wenn man sich wie Sie in die Rolle der Rechtfertigungen drängen lässt, ist das immer ein Schwächezeichen. Niemand weiss, wie es herausgekommen wäre, wenn man die 2 Kinder ihren Grosseltern übergeben hätte, o. der Familie das ihr zustehende rechtliche Gehör ermöglicht hätte. Aufgrund der Vorgeschichte dieser Familie, insbesondere der Mutter, musste man mit allem rechnen. Sie sprach zu viel im Konjunktiv!