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Der massige, schmuddlige Mann droht seine tiefhängenden, halboffenen Hosen zu verlieren, als er gestern dem Zürcher Bezirksgericht vorgeführt wird.
Der einstige Primar- und spätere Fahrlehrer hat elf Jahre lang mindestens 22 Buben sexuell ausgebeutet (die meisten im Alter von 14 und 15 Jahren). Das jüngste Opfer war sogar erst 13. Um die Knaben gefügig zu machen, lockte er sie mit Geld. «200000 Franken habe ich an Jugendliche verschenkt», meint «Ernesto», wie er sich selbst nennt, stolz. «Sie haben mir sehr viel gebracht, nicht nur sexuell, sondern auch geistig.»
Von Reue keine Spur. Im Gegenteil. Der vorbestrafte Pädophile möchte das Schutzalter am liebsten auf 12 Jahre senken. Damit er straflos Sex mit Kindern haben kann. In seinem Kampf vergleicht er sich mit Jeanne d’Arc oder Napoleon. Auch ihnen sei zuerst grosses Unrecht geschehen.
Ernt W. wird im Juni 2006 verhaftet. Die Polizei stellt 11000 Fotos mit seinen nackten Sexualpartnern – meist Ausländern – sicher. Seinen Nachbarn ist nicht entgangen, dass der Fahrlehrer oft Besuch von Jugendlichen erhielt. «Ich dachte, er gäbe in seiner Wohnung Theoriestunden», so ein Hausbewohner zu BLICK.
Ernst W.s Anwalt, den wahrscheinlich der Staat bezahlen muss, hat vor allem ein Ziel: dass sein Mandant die beschlagnahmten «Erinnerungsföteli» zurückbekommt. Und er gibt dem Vater eines missbrauchten Brüderpaares die Mitschuld. Dieser habe ihnen halt zu wenig Taschengeld gegeben.
Der Staatsanwalt fordert 36 Monate Knast. Davon soll der Pädophile die Hälfte absitzen. Abschrecken wird ihn dies nicht. «Die Strafanstalt Pöschwies ist ein Ferienheim, ich habe noch nie so gut gegessen», meint W. fröhlich.
Eine Therapie brauche er nicht. «Aus einem alten Esel kann man keinen jungen Esel machen.»
Dem ist nichts beizufügen. Nur so viel: Das Urteil folgt nächste Woche.
*Name der Redaktion bekannt