Extremismus Einreiseverbot gegen 26 Dschihadisten seit Anfang Jahr

BERN - Seit Jahresbeginn bis Ende Oktober hat das Bundesamt für Polizei (fedpol) gegen 26 Dschihadisten ein Einreiseverbot verhängt. Im gesamten Vorjahr waren es noch 17 Dschihadisten gewesen, denen die Einreise in die Schweiz verboten wurde.

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Seit Jahresbeginn bis Ende Oktober hat fedpol gegen 26 Dschihadisten ein Einreiseverbot verhängt. (Symbolbild) DUKAS/ZUMA

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Zudem wurden seit Anfang Jahr 100 Personen mit einem Einreiseverbot belegt. Dies sind drei mehr, als das fedpol bis Ende September noch auf dem Radar hatte. Eine fedpol-Sprecherin bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Artikel in der «Zentralschweiz am Sonntag».

Die Einreisesperre bezieht sich auf das Ausländergesetz. Das Bundesamt für Polizei kann eine solche gegen ausländische Personen erlassen, wenn diese die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz gefährden. Gesperrt werden können beispielsweise auch Hooligans, Neonazis oder Hassprediger. Die Dauer der Einreiseverbote kann für wenige Tage bis unbefristet ausgesprochen werden.

29 sind Schweizer, 17 davon Doppelbürger

Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB), der die dschihadistisch motivierten Reisenden auf dem Radar hat, hat seit 2001 bis Mitte November insgesamt 78 solcher Fälle aus der Schweiz verzeichnet. Dies ist eine Person mehr als noch im Vormonat. Wie der Webseite des NDB zu entnehmen ist, handelt es sich bei 29 Personen um Schweizer. 17 davon sind Doppelbürger.

Betreffend der Gefahr durch extreme Islamisten fordert Elham Manea, eine muslimische Politologin der Universität Zürich, dass die Kontrolle von Moscheen verstärkt wird. Nebst dem Verbot einer ausländischen Finanzierung der Moscheen sowie einer Pflicht zu einer schweizerischen Ausbildung der Imame fände die Politologin ein Imam-Register sinnvoll, das eine bessere Kontrolle ermöglicht. Dies sagte sie gegenüber dem «Sonntagsblick». (SDA)

Publiziert am 20.11.2016 | Aktualisiert am 21.12.2016
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3 Kommentare
  • Benno  Schoenholzer aus Yang Talad
    21.11.2016
    In der Schweiz gehen doch Alle in und aus, die es wollen!! Schengen = offen!! :-)
    • Marco  Weber 21.11.2016
      Genau Herr Schoenholzer... und vor Schengen waren die Grenzen hermetisch abgeriegelt, und nieman kam Illegal ins Land... genau so war das damals... oder auch nicht.......
  • Boris  Kerzenmacher 20.11.2016
    1)
    Kürzlich war zu lesen, dass Terrorexperten zufolge kaum noch Islamisten von Europa nach Syrien oder in den Irak reisen.
    Das heisst dann wohl, sie bleiben in Europa . Darüber freut sich bestimmt jeder Steuerzahler und das Sozialamt.
    Beruhigend ist diese Nachricht nicht. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass sich islamistischer Terror in Europa in Zukunft noch verstärken könnte.
    Und die Fans und Unterstützer des Daesh (IS) werden ja dringend auch in Europa gebraucht.