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Nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes der ETH Zürich (SED) ereignete sich das Beben um 23.45 Uhr und hatte die Stärke von 4,2 auf der Richterskala. Der Erdstoss war in weiten Teilen der Deutschschweiz, im Jura und bis ins Tessin spürbar.
Epizentrum zwischen Zuger und Ägerisee
Das Epizentrum lag gemäss manueller Messung in rund 30 Kilometer Tiefe unter dem Albis, zwischen dem Zuger- und dem Zürichsee, wie der Erdbebendienst auf Anfrage mitteilte. Kleinere Schäden seien bei einem Beben in dieser Tiefe möglich, aber unwahrscheinlich.
Jedoch dürfte die Erde in der ganzen Schweiz leicht gebebt haben. Insbesondere in weiten Teilen der Deutschschweiz, im Berner Jura, und bis ins Tessin, wie der (SED) berichtet.
Auch Blick.ch-Leser aus den Kantonen Bern, Aargau, Luzern oder Wallis berichten von einem heftigen Knall, gefolgt von einem Sekunden langen Brummen und Vibrieren. Auch im Baselbiet war der Erdstoss zu spüren. Selbst in Vorarlberg und im Tirol konnte das Beben wahrgenommen werden, wie der Österreichische Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik meldete.
380 Notrufe allein in Zürich
Besorgte Einwohnerinnen und Einwohner riefen die Polizei an. Etwa in Zürich: Wie Martin Sorg, Sprecher der Kantonspolizei ZH sagte, wurden zwischen 350 und 380 Telefonanrufe registriert. «Die Leute wollten wissen, was passiert war.» Schäden wurden aber keine gemeldet.
Bereits Ende Januar war in Teilen der Schweiz ein Beben spürbar, dessen Epizentrum zwischen Parma und dem Apennin-Gebirge lag (Blick.ch berichtete).
Laut SED hat sich in der Gegend zwischen Zuger- und Ägerisee letztmals am 23. Oktober 1997 ein ähnlich tiefes Beben ereignet, allerdings mit Magnitude 3.2 etwas schwächer als das Beben von Samstag Nacht. (rrt/SDA)
Zwar hatte das Beben kurz vor Mitternacht «nur» eine Stärke von 4,2, dennoch berichten zahlreiche Blick.ch-Leser von heftigen Erschütterungen. «Das ist nicht untypisch», sagt Dr. Florian Haslinger, stellvertretender Direktor beim Schweizerischen Erdbebendienst (SED). «In der Nähe des Epizentrums nimmt man bereits kleinere Beben stärker wahr.» Zum Knall kommt es, wenn die Erdbebenwellen an die Oberfläche treten. Mit Schäden bei Gebäuden rechnet man in der Regel ab einem Beben der Stärke 4. «Da sich dieses Beben jedoch tief unter der Erde abspielte, erwarteten wir keine grösseren Schäden», so Haslinger zu Blick.ch.
Kein Zusammenhang mit dem Beben im Januar
Ende Januar erschütterte ein Beben der Stärke 5,4 Norditalien. Es war auch in der Schweiz spürbar. Laut Geophysiker Haslinger besteht jedoch kein Zusammenhang. «Wir stellen keine aussergewöhnliche Häufung von Beben in der Region fest, die zeitliche Nähe der beiden Erdbeben ist Zufall.» (rrt)
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