Ex-Verteidigungsminister Ueli Maurer zur Koks-Affäre am WEF: «Ich fehle schon nach drei Wochen»

Finanzminister Ueli Mauer ist sauer auf die koksenden Soldaten in Davos. Dafür lobt er seine Vorgängerin Eveline Widmer-Schlumpf. 

«Ich fehle schon nach drei Wochen»

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Image-Gau für die Schweizer Armee am WEF: Zwölf Soldaten haben gekifft, fünf gleichzeitig gekokst. Sie wurden nach Hause geschickt. Die Militärpolizei ermittelt. Bundesrat Ueli Maurer (65), bis vor drei Wochen noch Verteidigungsminister, ist sauer über die Vorfälle. Hat er die Armee in einem schlechten Zustand verlassen?, will BLICK von ihm wissen: «Im Gegenteil», antwortet Maurer, «ich fehle offenbar schon nach drei Wochen.» 

Doch Maurer relativiert: Die Armee sei eben ein Spiegelbild der Gesellschaft. Es sei kein Wunder, dass auch Kiffer und Kokser Dienst machten. «Aber es ist schade», sagt Maurer. «5000 Leute machen einen hervorragenden Job. Rund um die Uhr leisten sie bei eisiger Kälte Dienst. Und dann stehen fünf oder zehn neben den Schuhen.» Das verderbe alles. 

Maurer äusserte sich auch zu seinen ersten Erfahrungen als Finanzminister. Am WEF traf er rund ein Dutzend Staatsleute. Sein Eindruck: «Die Schweiz hat gute Arbeit in den letzten Jahren, die Leistungen werden anerkannt.» Das war ein dickes Lob Maurers an seine Vorgängerin Eveline Widmer-Schlumpf (59). 

Maurer traf am WEF die UBS-Spitze mit Präsident Axel Weber (58) und CEO Sergio Ermotti (55). Den Kontakt zu ihnen habe er schon in seiner Zeit als Verteidigungsminister gepflegt, sagte Maurer. Denn schliesslich habe er sich ja selber ein Bild über die Dossiers von Widmer-Schlumpf machen müssen.   

Publiziert am 22.01.2016 | Aktualisiert am 08.03.2016
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15 Kommentare
  • Claudio  Hammer aus Zürich
    23.01.2016
    Wie naiv ist Maurer eigentlich zu behaupten, dass von 5000 Soldaten gerade mal 5-10 Drogen konsumieren täten - das sind einfach diejenigen die erwischt wurden nehme kaum an, dass alle 5000 kontrolliert wurden und dass da noch einige mehr gerne mal verbotene Substanzen zu sich nehmen.
  • Sepp  Bäumler 23.01.2016
    Von allen Seiten hört man immer, dass jemand falsch zitiert wurde. Jetzt hat der Blick ein Interview auf Video aufgenommen und schafft es trotzdem noch, den Vorsteher des EFD falsch zu zitieren. Die Aussage "Ich fehle schon nach drei Wochen" habe ich nirgends gehört. Insgesamt gab Herr Maurer ein sehr kompetentes Interview.

    Scheinbar haben sich einige Kommentierer das Interview überhaupt nicht angesehen.
  • rolf  sulzer 23.01.2016
    Es braucht schon eine Portion Phantasie zu glauben, dass Herr Bundesrat U. Maurer für diese, ihm bevorstehenden hohen Anforderungen, als Führer und Verwalter der Schweizerischen Finanzlandschaft, die dafür geeignete Persönlichkeit darstellt. Weil nur selten in der CH-Geschichte, aber heute so aussergewöhnliche Aufgaben in diesem Departement zu bewerkstelligen sind, wird Herr Maurer gut beraten sein, sich nach ein Paar Finanz-Profis umzusehen die ihm bei seiner Arbeit beraten und unterstützen.
  • Hans  Kuehni aus Freiburg
    23.01.2016
    Nur nicht übertreiben...! Eine solche Aussage gehört sich eines Bundesrates, der "die beste Armee" erschaffen wollte nicht. Übermut tut selten gut! Lieber soll U. Maurer zeigen, was er im Finanzdepartement alles für "Schaden" anrichten kann, unsere Armee auf jeden Fall hat er nicht auf das versprochene Toplevel gebracht.

  • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
    23.01.2016
    Was soll der dumme Spruch von Maurer? Schon unter seiner Ägide wurde in der Armee gekifft und gekokst. Begrüssenswert ist seine Aussage bezüglich der Arbeit von EWS.