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Blick: Die Schaffhauser SVP schickt mit Ihnen und
Hannes Germann gleich zwei Kandidaten ins Rennen. Nicht ein bisschen viel für die kleine Kantonalpartei?
Thomas Hurter: Passen Sie auf! Wir sind mit Abstand die grösste Partei im Kanton. Aber primär wollen wir mit unserem Zweierticket ein politisches Signal an die Gesamtpartei senden: Wir wollen für die Bundesratswahl eine grösstmögliche Auswahl von Kandidaten.
Sie wollen also, dass die Fraktion nächste Woche ein Zweierticket beschliesst?
Genau. Deshalb bietet die SVP Schaffhausen auch zwei Kandidaten an.
Das heisst also ein Ticket Christoph Blocher plus X?
Ach, wir sollten von der totalen Blocher-Fixiertheit in der Diskussion wegkommen. Natürlich ist Christoph Blocher ein sehr guter Kandidat. Es gibt aber auch andere. Ausserdem wissen wir ja gar nicht, wie er sich schlussendlich entscheidet. Wir dürfen als grosse Volkspartei nicht die Augen davor verschliessen, dass es verschiedene gute Möglichkeiten gibt.
Gehts beim Zweierticket nicht nur darum, eine Einerkandidatur Blocher zu verhindern?
Nein. Wir sollten in jedem Fall eine Auswahl anbieten. Ob nun auf dem Ticket der Name Blocher steht oder nicht.
Wären Sie im Falle eines Falles wirklich bereit, gegen Blocher anzutreten? Caspar Baader und Ueli Maurer haben das ja ausgeschlossen.
Alle, die kandidieren, treten an. Herr Blocher genau wie ich – und einige andere auch. Ueli Maurer hat übrigens noch immer hervorragende Chancen. In der SVP ist er breit abgestützt und auch bei den anderen Parteien hat er in den letzten Jahren sehr an Akzeptanz gewonnen. Auch Baader kann noch nominiert werden. Es geht nicht darum, gegen Blocher anzutreten, sondern für einen SVP-Bundesratssitz.
Sie wollen mit Ihrer Politkarriere ja schneller abheben als ein F/A-18. Ist das nicht etwas riskant? Sie könnten als Bruchpilot enden.
Machen Sie sich nicht unnötig Sorgen. Vom Fliegen versteh ich doch einiges. Schlussendlich ist wichtig, dass die Fraktion auswählen kann und die SVP wieder im Bundesrat vertreten ist.
Was zeichnet Sie aus für die Leitung des VBS?
Ich war 6 Jahre lang Berufsmilitär und leiste auch heute noch drei bis fünf Wochen pro Jahr aktiv Militärdienst. Ausserdem bin ich Mitglied der sicherheitspolitischen Kommission. Ich verstehe also was von der Sache.
Thomas Hurter.- Michael Stahl