Erste Skigebiete verbieten die filmenden Flugobjekte Sperrzone für Drohne

Drohnen sind auf Pisten beliebt, aber gerade dort auch gefährlich. Jetzt werden sie in den ersten Skigebieten verboten.

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Nur um Zentimeter verpasste eine abstürzende Drohne den Skiprofi Marcel Hirscher (27), als er letztes Jahr drei Tage vor Weihnachen den Slalom in Madonna di Campiglio (I) bestritt. «Eine Frechheit», fand der Österreicher. «Da darf man gar nicht nachdenken, was hätte passieren können.»

Auch immer mehr Private wollen ihre Abfahrten auf der Skipiste mit fliegenden Kameras dokumentieren. Das passt einigen Skigebieten nicht. «Aus Sicherheitsgründen ist das Filmen mit Drohnen auf unseren Pisten verboten», sagt Monika Kessler von Saas-Fee Tourismus im «Walliser Boten».

In Zermatt und Saas-Fee müssen Skifahrer ihre Drohnen künftig zu Hause lassen. play

In Zermatt und Saas-Fee müssen Skifahrer ihre Drohnen künftig zu Hause lassen.

Keystone

Auch Zermatt Tourismus hat eine Sperrzone eingerichtet. Laut Sprecherin Valérie Perren sind die Drohnen zum Teil sehr laut, was die Skifahrer ablenke. Zudem könnten sie in Kabel fliegen, abstürzen und jemanden verletzen.

Gesunder Menschenverstand gefragt

In anderen Skigebieten besteht kein Handlungsbedarf. «Ein Verbot von Drohnen auf Skipisten ist für die Bergbahnen Flumserberg bis dato kein wirklich ernstes Thema», sagt CEO Heinrich Michel (60).

In Adelboden-Lenk BE setzt man laut Tourismusdirektor Urs Pfenninger (47) auf gesunden Menschenverstand: «Verbote, die nicht umsetzbar sind, nicht rigoros kontrolliert und geahndet werden, bringen ohnehin nichts.»

Auf der Tschentenalp im Berner Oberland setzte man letzte Saison gar aktiv auf die Drohne. Skifahrer konnten in einem Pilotprojekt eine mieten, die sie während der Fahrt begleitete. Die Bilder wurden automatisch geschnitten, mit Musik unterlegt und an den Skifahrer verschickt.

Publiziert am 26.12.2016 | Aktualisiert am 27.12.2016
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6 Kommentare
  • Gustav  Nörgeli 27.12.2016
    Funkgesteuerte Fluggeräte im weiteren Sinne hat es schon in den 70ern gegeben. Eine Freizeitbeschäftigung für Bastler und Technikfreaks.

    Der Unterschied zu heute ist jener, dass damals nicht gleich jeder glaubte, er müsse unbedingt und sofort so ein Ding haben.
    Das Problem sind nicht diese Drohnen, sondern die Tatsache, dass seit der Einführung des Natel-D-Handys plötzlich jeder jede technische Neuerung sofort kaufen will, ob von Nutzen oder nicht und unbesehen aller Gefahren.
    Hirndysfunktion.
  • Klaus  Bruggisser aus Bern
    26.12.2016
    Diese Drohnen werden immer mehr zu einer Landplage. Zum Glück gibt es auch technische Möglichkeiten, diese relativ einfach vom Himmel zu holen.
    • Herbert  Kessler 26.12.2016
      Da möchte ich auch gerne mitmachen.
  • Sascha  Kohler , via Facebook 26.12.2016
    Stimmt nicht ganz, ... bei diesen Preisen geht kaum einer auf die Schweizer Skipisten, ... keine Leute = keine Ansammlung = kein Flugverbot ;-)
  • Georg  Kuster 26.12.2016
    Skigebiete in der Schweiz müssen es nicht verbieten, der Bund hat es ja bereits verboten und das BAZL ist für die ausserordentlichen Genehmigungen zuständig. Skipisten gelten selbstverständlich als Orte mit Menschenansammlungen und deshalb ist das steigen lassen einer Drohne grundsätzlich ein Verstoss gegen Schweizer Gesetze.
    • Robert  Kälin 26.12.2016
      Herr Kuster wie mir scheint sind Sie der grösste Drohnen Gegner der Schweiz . Frage, wie viele haben Sie 2016 in Ihrer Umgebung gesehen .