Erste Schweizer Studie zur Zahl der Sex-Partner Jeder Fünfte hatte schon 20 im Bett

Erstmals liegt eine Zahl vor, auf wie viele Sexualpartner Herr und Frau Schweizer kommen: Der durchschnittliche Mann in der Schweiz hatte bisher mit 6,9 Personen Sex, die durchschnittliche Frau mit 5,7. Rund ein Fünftel der 30’000 Befragten hatte aber schon mit mehr als 20 Personen Sex.

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Eine zufällig ausgewählte erwachsene Frau in der Schweiz hatte in ihrem bisherigen Leben mit sechs Personen Geschlechtsverkehr, der Durchschnittsmann mit sieben. Das geht aus der Studie «Sex in der Schweiz» hervor.

Die Forschungsstelle Sotomo hat im Auftrag der Love-Life-Kampagne fast 30’000 Menschen online befragt und die Ergebnisse repräsentativ gewichtet. Doch die Zahl der Sexualpartner ist alles andere als gleichmässig verteilt. Fast jede fünfte Person hatte bereits mit 20 oder mehr Personen Sex.

13 Prozent wechseln den Partner ein Leben lang nicht

Frauen und Männer, die in ihrem bisherigen Sexualleben nie ihren Partner oder ihre Partnerin gewechselt haben, gehören mit je 13 Prozent klar zur Minderheit. Hier zeigt sich kein Geschlechterunterschied. Ein Unterschied zeigt sich am anderen Ende der Skala.

Sexstudie Schweiz: So viele Sexpartner haben Schweizer im Durchschnitt play
Er hat im Schnitt sieben Sexualpartnerinnen, sie sechs: Studie des BAG zur Schweizer Sexualität. BAG

23 Prozent der erwachsenen Männer hatten in ihrem bisherigen Leben mit mindestens 20 Menschen Sex. Von den Frauen gehören nur 14 Prozent zu dieser Gruppe  Besonders viele Sexualpartner haben Männer, die für Sex bezahlen, sowie Frauen mit einer bisexuellen und Männer mit einer homosexuellen Identität.

Der markante Geschlechterunterschied bei jenen, die mit 20 und mehr Personen Sex hatten, wirkt sich auf den Durchschnitt aus. Im Durchschnitt hatten Männer in der Schweiz mit 10,2 Personen Sex. Bei den Frauen sind es im Durchschnitt 8,3 Personen.

Romands und Städter haben mehr Partner

Diese Werte entsprechen dem arithmetischen Mittel und dürfen nicht mit den Werten des Durchschnittsmanns und der Durchschnittsfrau in der Schweiz verwechselt werden. Die Masszahl für die Durchschnittsperson bildet der Median. Er steht für den Wert, den 50 Prozent der Population unterschreiten und die anderen 50 Prozent übertreffen.

Sexstudie Schweiz: So viele Sexpartner haben Schweizer im Durchschnitt play
So viele Sexualpartner hatten die 30000 Umfrageteilnehmer.

Der so definierte durchschnittliche Mann in der Schweiz hatte bisher mit 6,9 Personen Sex. Die durchschnittliche Frau mit 5,7. Diese Werte beziehen sich auf die Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren in der Schweiz. Während der Bildungsabschluss keine Rolle spielt, zeigt die Befragung, dass Grossstädter und Grossstädterinnen sowie Menschen aus der Romandie etwas mehr Sexualpartner haben als jene aus den anderen Regionen der Schweiz.

Sexstudie Schweiz: So viele Sexpartner haben Schweizer im Durchschnitt play
Antahl der Sexualpartner nach Regionen. Quelle: BAG

Geschlechterunterschied ist kleiner als erwartet

Viele der Befragten vermuten, dass Männer bei der Angabe der Sexualpartner eher über-, Frauen dagegen eher untertreiben. Die Studie macht deutlich, dass es sich dabei um ein unbegründetes Vorurteil handelt. Werden nur heterosexuelle Männer und Frauen verglichen, die nicht für Sex bezahlen, ergibt sich bei beiden Geschlechtern exakt derselbe Durchschnittswert von 1,33 Sexualpartnern im Jahr.

Dies widerlegt das Vorurteil und entspricht der Erwartung, dass im heterosexuellen Kontext jeweils meist genau ein Mann und eine Frau zusammentreffen.

Wenn es um die Zahl der Sexualpartner geht, neigt die schweizerische Bevölkerung nicht so sehr zum Unter- oder Übertreiben als vielmehr zum Schweigen. Über 40 Prozent sprechen nicht einmal mit ihrer festen Partnerin oder ihrem festen Partner über die Anzahl der bisherigen Sexualpartner.

Geschwiegen wird oft aber auch dann, wenn es die Gesundheit des festen Partners oder der festen Partnerin betrifft: Von jenen, die während einer festen Partnerschaft mit einer anderen Person ungeschützten Sex hatten, verschweigt dies die Hälfte. Nur 10 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen sprechen mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt über ihr Sexualverhalten.

Immerhin 40 Prozent der Befragten möchten aber, dass sie von medizinischem Fachpersonal auf ihr Sexualverhalten und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken aktiv angesprochen werden.

Publiziert am 21.11.2016 | Aktualisiert am 20.12.2016
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17 Kommentare
  • Thomas  Etter 21.11.2016
    Bei Umfragen zur Sexualität ist es wie bei Umfragen vor heiklen Abstimmungen (z.B. Brexit) und vor Wahlen mit rechtspopulistischen Kandidaten (siehe USA...): Viele sagen nicht die Wahrheit, weil ihnen diese peinlich wäre!
  • Roger  Hausherr 21.11.2016
    Irgendwann hört man doch einfach auf zu zählen. Logisch dass wenn ein 55 Jähriger oft als Single gelebt hat, eine andere Optik der Erfahrung hat als jemand der meist in einer Beziehung gelebt hat. Also ein Jahr lässt sich noch rekonstruieren, aber 30 Jahre wohl kaum noch. Die einzige unbekannte Grösse ist wohl, ob Frauen weniger oft wechselnde Partner haben oder weniger oft fremd gehen. So nach dem Motto Männer suchen Sex, Frauen nicht oder wie geht das?
  • Max  Stirni 21.11.2016
    Die Diskrepanz ist immer wieder Lustig. Wenn man nur heterosexuelle Kontakte zählt müssten in derselben Bevölkerungsgruppe Mann und Frau im Schnitt immer gleich viele Partner haben. Denn Frauen die bezahlt werden, würden den Schnitt logischerweise massiv hochtreiben. Und die Unterscheidung bezahlen/gratis ist sowieso ein Märchen. Fragen Sie sonst mal Männer die Scheidungen hinter sich haben... Mich würde interessieren: Wieviel Prozent hatten mehr als 100 im Bett, damit ich meinen Rang kenne.
  • Adrian  Menti 21.11.2016
    Bei mir waren und sind es viele. Aber wegen einer so läppischen Studie Zahlen zu benennen finde ich total daneben
  • Bill  Cheswick 21.11.2016
    Klar doch, ich hatte schon 2500 im Bett und heisse Rocco Siffredi, GA-RAN-TIERT!
    Nirgends wird so viel übertrieben wie beim Sex. Da kann ich nur lachen.