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Hinterhältig und kaltblütig verstreut ein Hundehasser Giftköder am Zürcher Hönggerberg. Schon mehr als zehn Hunde schluckten das Gift. Drei bezahlten das mit ihrem Leben (Blick.ch berichtete). Die anderen Hunde erlitten schwere Vergiftungen und mussten zum Teil an Dialysemaschinen, damit sie gerettet werden können.
Ein Mann will jetzt dem Hundehasser Einhalt bieten: Markus Knabenhans. Der 42-Jährige ist Militärhundeführer und Geschäftsführer der Sicherheitsfirma Helveticguard. Seit Jahren trainiert er deshalb mit Hunden und weiss, wie sie das Leben eines Menschen bereichern können.
Knabenhans hat aber auch am eigenen Leib erfahren, was es heisst, wenn ein Tier vergiftet wird. «Der Hund eines guten Freundes verschluckte einen Giftköder und man konnte nichts mehr machen. Er starb elendlich», erzählt er Blick.ch. Das sei eine sehr schmerzhafte Erfahrung gewesen.
Tägliche Patrouillen
Damit den Hündelern am Hönggerberg dieser Schmerz in Zukunft erspart bleibt, patroulliert Knabenhans nun täglich in der Gegend. «Ich war heute Morgen oben, werde am Mittag und am späten Nachmittag nochmals hingehen. Aber vor allem am Abend und in der Nacht werde ich die Region kontrollieren.»
Immer mit dabei sind seine treuen Hunde: Wito, der sechsjährige Deutsche Schäferhund und der dreijährige Rottweiler Pablo. Doch das Gebiet ist riesig. «Ich kann halt immer nur an einem Ort sein. Damit wir wirklich gute Chancen haben, den Hundehasser zu finden, müssten wir mehr Leute sein.»
Freiwillige gesucht
Wer sich Markus Knabenhans anschliessen wolle, könne sich über die Homepage www.helveticguard.ch bei ihm melden. «Natürlich ist der Einsatz unentgeltlich», fügt der Hundefreund an.
Dass er es ernst meint, beweist die Belohnung, die er persönlich auf die Ergreifung des Hundehassers ausgesetzt hat. «Die 300 Franken sind mir die Hunde wert», sagt Knabenhans. Zusätzlich zu seiner Belohnung, setzte auch die Tierliebhaber-Seite «Petfinder.ch» ein Kopfgeld aus – es beträgt3000 Franken.
Giftköder in Dietikon?
Vielleicht kommt Knabenhans aber bereits zu spät und der Hundehasser hat die Gegend gewechselt, in der er sein Unwesen treibt. Gestern fand ein Tierarzt in Dietikon eine grosse Menge Wursträdchen vor seiner Praxis, wie die «Limmattaler Zeitung» berichtet. Das Fleisch wurde in ein Labor geschickt und auf giftige Substanzen überprüft.
Jetzt gibt die Kantonspolizei Entwarnung. Von den Wursträdlein gehe keine Gefahr aus. Die Untersuchungen hätten keinerlei giftige Stoffe an den Tag gebracht.