Er hat mindestens 22 Menschen auf dem Gewissen Ist der Todespfleger bald auf freiem Fuss?

LUZERN - Er brachte 22 Menschen um und bekam dafür Lebenslänglich. Nach 15 Jahren Zuchthaus soll nun eine bedingte Entlassung für den kriminellen Krankenpfleger geprüft werden.

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«Erschreckend routinemässig» und ohne Skrupel habe er die «systematische Beseitigung schwer pflegebedürftiger Menschen» verfolgt. So beurteilte das Luzerner Kriminalgericht die Taten des Todespflegers aus der Innerschweiz 2005 und verhängte eine lebenslängliche Zuchthausstrafe.

Da der Täter 2001 festgenommen wurde, hat er bereits 15 Jahre abgesessen - der Mann könnte noch dieses Jahr freikommen. «Die Vollzugs- und Bewährungsdienste prüfen von Amtes wegen, ob eine bedingte Entlassung auf den frühestmöglichen Zeitpunkt, also nach Verbüssung von 15 Jahren, möglich ist», sagt Stefan Weiss zur «Neuen Luzerner Zeitung». Seit geraumer Zeit sei der heute 46-jährige Täter im offenen Vollzug und darf innerhalb der Strafanstalt einer geregelten Arbeit nachgehen. 

Wann der Mann genau freikommen könnte, ist unklar. Die Voraussetzungen sind günstig, schliesslich hatte der Mann ein Geständnis abgelegt damit zur Aufklärung anderer Fälle beigetragen.

Der Todespfleger hatte zwischen 1995 und 2001 in den drei Pflege- und Altersheimen Sarnen, Küssnacht und Luzern mindestens 22 Betagte getötet. In sieben Fällen wurde er wegen Mord verurteilt. Er verabreichte den Opfern im Alter von 66 bis 94 jeweils eine Überdosis Beruhigungsmitteln oder erstickte sie mit einem Plastiksack. Seine grausamen Taten machten ihn zum grössten Serienverbrecher der Schweizer Geschichte. (kra)

Publiziert am 18.02.2016 | Aktualisiert am 18.02.2016
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4 Kommentare
  • Aegerter   Fritz aus Luzern
    19.02.2016
    Was regt ihr euch so auf? Einer der bestätigt, dass er ein armer ist. Einer der bestätigt dass Dr sich gut benimmt im Knast. Einer der bestätigt dass er nun geheilt ist. Viele die verdienen, Datenschutz dass er inkognito bleibt, und morgen wieder irgendwo auf Patienten losgelassen werden kann. Bravo Schweiz, täterschutz in Perfektion.
  • Susanne  Reich 19.02.2016
    Und wenn er jetzt in einem anderen Kanton wieder auf dem selben Gebiet wieder arbeiten möchte? Soweit ich weiss, gibt es keine entsprechenden Datenbanken für die ganze Schweiz. Dies müsste definitiv geändert werden, zum Schutze von Opfern jedwelcher Art. Mancher Datenschutz geht zu weit. Doch zumindest müssten Stellenbewerber speziell in solch heiklen Sektoren besser unter die Lupe genommen werden.
  • Daniel   Moser aus Biberist
    19.02.2016
    So ein Schwachsinn!!!! Wir Stimmen am 28. Februar über die Ausschiffungsinitiative ab und sind nicht mal im stand ein Mörder im Gefängnis zu halten.....
  • Bernhard  Zueger , via Facebook 19.02.2016
    Für "nur" einen Mord hätte er vermutlich ca. 6-8 Jahre in den Knast müssen, was meines Erachtens eine eher milde Strafe wäre.
    Für mindestens 22 Morde bekommt er etwas mehr als 8 Monate pro Mord aufgebrummt.
    Hat in dem Fall ein Massenmörder Mengenrabatt zugut?