Pflege-Personal: Maskenzwang für Impf-Verweigerer!
ZÜRICH – Gegen die Schweinegrippe-Impfung kann sich das Pflegepersonal wehren. Gegen eine Schutzmaske aber nicht.
Von Michael Scharenberg | Aktualisiert um 15:05 | 20.11.2009
Chaos bei der Impfung
Krankenschwestern und Pfleger sind Impfmuffel. Das ist schon von der normalen Grippe her bekannt. Aber sogar bei der Schweinegrippe ist das kaum anders. Auch nicht im Kantonsspital Winterthur, wo immerhin die beiden ersten Erwachsenen in der Schweiz an Schweinegrippe gestorben sind. Nur 25 Prozent der Pflegenden sollen derzeit gegen die Schweinegrippe geimpft sein. Die Verantwortlichen dort gehen jetzt davon aus, dass sich Patienten und Pfleger gegenseitig angesteckt haben. Daher appelliert das Spital «an die Professionalität» der Mitarbeiter und empfiehlt die Impfung.
Aber was ist mit Zwangsmassnahmen? Klar ist, es ist vom Gesetz her heute nicht möglich, eine Person zu einer Impfung zu zwingen. Das gilt auch für Pflegepersonal. Denn die Impfung mit der Spritze gilt juristisch als Körperverletzung. Dazu kann niemand ohne seine Einwilligung verdonnert werden. Zwar fordert der Berner Immunologe Beda Stadler das Impfobligatorium für Ärzte und Pflegepersonal, notfalls auch per Arbeitsvertrag. Aber das nützt in der aktuellen Krise nichts.
Trotzdem: Mit blossen Impfempfehlungen à la Winterthur müssen sich Spitäler auch nicht begnügen. Sie können nämlich Pflegende verpflichten, eine Schutzmaske zu tragen. Weil die Schweinegrippe extrem ansteckend ist. So wirds jetzt am Unispital Genf praktiziert. Wer die Impfung verweigert, muss eine Maske tragen. Ähnlich am Unispital Zürich. Hier haben sich gemäss «Radio 1» bis heute erst 15 Prozent der Belegschaft impfen lassen. Laut Prof. Christian Ruef, Leiter Spitalhygiene, ein bedenklich tiefer Wert. Sollte sich das nicht rasch ändern, müsse man einen Maskenzwang für ungeimpfte Mitarbeiter in Betracht ziehen.
Und was sagen Pflegende selbst dazu? «Das unterstützen wir», sagt Roswitha Koch gegenüber Blick.ch. Die Sprecherin des Schweizerischen Pflegepersonalverbands fügt an: «Wenn die Maskenpflicht sinnvoll ist.» Also nur für Pflegende gilt. Nicht aber für Büroangestellte. Diese Position wird auch von der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren geteilt. «Wir schliessen uns hier dem Bundesamt für Gesundheit an.» Eine aktuelle Empfehlung des Bundesamts zu einer Maskenpflicht liege aber noch nicht vor.
Auch Margrit Kessler, Präsidentin der Stiftung Patientenschutz SPO, findet, der Schutz der Patienten in Spitälern geht vor: «Die Schweinegrippe ist sehr infektiös. Darum macht eine Maskentragpflicht an Spitälern durchaus Sinn.»
Aber was ist mit Zwangsmassnahmen? Klar ist, es ist vom Gesetz her heute nicht möglich, eine Person zu einer Impfung zu zwingen. Das gilt auch für Pflegepersonal. Denn die Impfung mit der Spritze gilt juristisch als Körperverletzung. Dazu kann niemand ohne seine Einwilligung verdonnert werden. Zwar fordert der Berner Immunologe Beda Stadler das Impfobligatorium für Ärzte und Pflegepersonal, notfalls auch per Arbeitsvertrag. Aber das nützt in der aktuellen Krise nichts.
Trotzdem: Mit blossen Impfempfehlungen à la Winterthur müssen sich Spitäler auch nicht begnügen. Sie können nämlich Pflegende verpflichten, eine Schutzmaske zu tragen. Weil die Schweinegrippe extrem ansteckend ist. So wirds jetzt am Unispital Genf praktiziert. Wer die Impfung verweigert, muss eine Maske tragen. Ähnlich am Unispital Zürich. Hier haben sich gemäss «Radio 1» bis heute erst 15 Prozent der Belegschaft impfen lassen. Laut Prof. Christian Ruef, Leiter Spitalhygiene, ein bedenklich tiefer Wert. Sollte sich das nicht rasch ändern, müsse man einen Maskenzwang für ungeimpfte Mitarbeiter in Betracht ziehen.
Und was sagen Pflegende selbst dazu? «Das unterstützen wir», sagt Roswitha Koch gegenüber Blick.ch. Die Sprecherin des Schweizerischen Pflegepersonalverbands fügt an: «Wenn die Maskenpflicht sinnvoll ist.» Also nur für Pflegende gilt. Nicht aber für Büroangestellte. Diese Position wird auch von der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren geteilt. «Wir schliessen uns hier dem Bundesamt für Gesundheit an.» Eine aktuelle Empfehlung des Bundesamts zu einer Maskenpflicht liege aber noch nicht vor.
Auch Margrit Kessler, Präsidentin der Stiftung Patientenschutz SPO, findet, der Schutz der Patienten in Spitälern geht vor: «Die Schweinegrippe ist sehr infektiös. Darum macht eine Maskentragpflicht an Spitälern durchaus Sinn.»
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Das sagen Blick.ch-Leser
- Esther Stössel, Jona - 23:24 | 20.11.2009
- » èbrigens warum habt ihr geimpften Angst wegen einer Ansteckung? Ihr seit ja geimpft, also werden wir ungeimpften uns gegenseitig der Ansteckung ausliefern. Also wo ist das Problem? Anscheinend ist die Impfung so harmlos, man kann ja jeden impfen, ha nur hat die swissmedig den Impfstoff nur unter 65 jährige zugelassen, er ist ja so harmlos, dass Herzkranke sich nicht impfen können und an SCHWANGEREN IST ER AUCH NICHT GETESTET WORDEN, aber man impft sich, denkt an Contergan
- Schmied Rolf, chur - 16:42 | 20.11.2009
- » um eine Ansteckung ganz zu verhinder soll man doch bitte nur noch 1 arzt und 1 Pflegeperson im Volschutz-Anzug in den Spital lassen und wenn möglich noch eine Künstliche atmosphäre um den ganzen Spital herum aufbauen...
- Robert Aeschlimann, Zürich - 14:57 | 20.11.2009
- » Die Hauptsache ist das die Patienten vor krankem Pflege-Personal und Aerzten geschützt werden!
- Peter Sager, Aeugst - 13:13 | 20.11.2009
- » Diese Mskenpflicht sollte im speziellen auch für Kinderärzte und alle Angestellten in der Praxis gelten und auch beim Hausarzt für alle nicht geimpften oder geimpften in den ersten 2 Wochen. Unsere Kinderarzt hat nach einigem Wiederstand und blöden Kommentaren dann eine Maske angezogen, dies in Affoltern am Albis.
- Kristin Bischof, Oberägeri - 13:03 | 20.11.2009
- » ich finde mit einem masken- und impfzwang gegen diese grippe erreicht man sowieso NICHTS.jeder sollte selber entscheiden wieviel ihm seine gesundheit wert ist und was er dafür tun will!!!!
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