Pfui Teufel! Entsetzen über die katholische Kirche

  • Publiziert: 18.03.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

BERN – Die Schlagzeilen über Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche reissen nicht ab. Der Unmut gegenüber der Institution ist gross.

Ist das Geständnis des Schübelbacher Pfarrers Gregor Müller der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt? Er gab zu, Klosterschüler und Ministranten missbraucht zu haben. Doch schon seit Monaten erschüttern beinahe täglich neue Missbrauchsfälle die Grundwerte der katholischen Kirche. Die Gläubigen sind frustriert und verunsichert.

Papst Bendeikt XVI. reagierte bisher nicht und schweigt zu den Vorwürfen, die sich teils auch gegen seine Person richte. Läuft er Gefahr seine Schäfchen zu verlieren? Die Blick.ch-Leser halten jedenfalls ihre Wut nicht zurück und kritisieren das Verhalten der Kirchenmänner scharf: «Etwas verlogeneres als die katholische Kirche gibt es nicht. Wie kann man bloss ein Gottesdiener sein und dabei derartige Schandtaten vollbringen? Alles Heuchler», schreibt Susanne Sam aus Luzern.

Simon Schenk aus Georgetown ist frustriert: «Immer wieder kommen solche Pädo-Pfarrer-Geschichten ans Licht! Ich schäme mich, katholisch getauft worden zu sein!»

Zölibat abschaffen

Einige Blick.ch-Leser fordern drastischere Sanktionen gegenüber der Kirche: «Diese Leute müssen von Gesetzes wegen gleich hart bestraft werden wie normale Bürger. Ein Polanski wird in seiner Wohnung eingesperrt wegen einer verjährten Tat. Aber das ging halt viel einfacher», schreibt Martin Meier aus Trubschachen.

«Würden die verstaubten Gemüter im alten Rom sich endlich besinnen und das Zölibat aufheben, dann könnten solche Missbräuche vermieden werden», sagt Claudia Bösch aus Istighofen.

Auch die Politker seien gefordert, meint Walter Weber aus Bern: «Wo bleiben die Kommentare der CVP Schweiz, welche ja sehr eng mit der katholischen Kirche verbunden ist? Es tut halt schrecklich weh, wenn man vor der eigenen Türe wischen muss!»

Auch Ben aus Zürich findet: «Fertig mit dieser Schweinerei. Appell an die Politik: Trennt endlich die Kirche vom Staat. Damit nicht jedes Unternehmen zu Kirchensteuern gezwungen wird.»

Gegen den Willen Gottes

Armin Arpagaus aus Flühli sieht nur einen Ausweg: «Jeder der noch in der katholischen Kirche bleibt, macht sich mitschuldig. Pädophile handeln gegen den Willen Gottes. Denn wer sündigt und dies wissentlich wiederholt, für den gibt es keine Vergebung. Da nützt alles beichten nichts. Ein richtiges Zeichen kann nur der Kirchenaustritt sein.»

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