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Das Minarettverbot der Schweiz sorgte in der ganzen Welt für Aufsehen. In der Schweiz gab es bereits viele Demonstrationen, weitere sind geplant. Jetzt wollen sich Gegner der Anti-Minarett-Initiative bei den Muslimen für das Ergebnis an der Urne entschuldigen.
In einigen Zeitungen der muslimischen Welt soll dieser Text erscheinen: «Wir, Bürger der Schweiz verurteilen das Verbot neuer Minarette und drücken hiermit unsere Sympathie für alle Angehörigen des muslimischen Glaubens aus, denen damit Unrecht getan wurde. Wir sprechen uns für gegenseitigen Respekt, Religionsfreiheit und die Wahrung der Rechte aller Menschen aus – diese sind sowohl Schweizer als auch universelle Werte und wir streben danach, diese unter allen Umständen zu wahren.»
Wenn 100000 Schweizer den Aufruf unterschreiben, soll das Sorry-Inserat in Auftrag gegeben werden. Dahinter steht die internationale Organisation Avaaz (siehe Box). Zwar steht der Zähler auf der Homepage erst bei 17000 Unterschriften. Gestartet wurde die Kampagne aber erst vor vier Tagen.
Gegenüber der «Basler Zeitung» tobt der SVP-Nationalrat Walter Wobmann: «Diese Leute sind nicht ganz ‹bachet›!» Wer den Volksentscheid nicht akzeptieren könne, dem sei die direkte Demokratie nichts wert. Georg Kreis, Präsident der eidg. Kommission gegen Rassismus hält dagegen: «Das ist Ausdruck einer aktiven Zivilgesellschaft und ausgesprochen sinnvoll.» (num)