Ennetbadener Schüler im Glück Aargauer Schule halbiert Ufzgi

ENNETBADEN AG - Weniger ist mehr: Das gilt sofort für die Primarschüler von Ennetbaden. Sie erhalten weniger, dafür aber möglichst effiziente Hausaufgaben.

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Ein Traum für viele Kinder: Nur noch dreissig Minuten Hausaufgaben pro Tag, weniger Mathe, keine Geografie und Biologie – dafür aber mehr Leseförderung. KEYSTONE/Gaetan Bally

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«Hausaufgaben sind Motivationskiller», sagte die Badener Schulleiterin Lisa Lehner kürzlich zur «Schweiz am Sonntag». Es würden sie immer häufiger verzweifelte Mütter und Väter anrufen, weil sie mit ihren Kindern aneinandergeraten. Fast immer gehe es um das gleiche Thema – die Hausaufgaben. Das Hauptproblem sei, dass Eltern nicht immer die Zeit aufwenden könnten, den Stoff mit ihren Sprösslingen durchzugehen. Die Folge: Streit. Für Lehner ist deshalb klar: «Wir sollten die klassischen Hausaufgaben abschaffen.» 

Eine Aargauer Schule setzt diesen Plan nun wenigstens teilweise um: Nach dem Grundsatz «weniger ist mehr» kürzt die Primarschule in Ennetbaden die Hausaufgaben für die Kinder um die Hälfte – von rund einer Stunde auf eine halbe Stunde. Dies schreibt die «Aargauer Zeitung» heute. Laut Schulleiter Ivo Lamparter sollen die Hausaufgaben so möglichst viel bringen.

Gutes Textverständnis nützt in allen Fächern

Möglichst viel bringen heisst, die Aufgaben sollen vor allem der Leseförderung dienen. Die Vorteile: Gutes Textverständnis nütze in allen Fächern, auch in Mathe oder Biologie. So könnten die Schüler die Aufgaben selbstständig und ohne zusätzliche Erklärung der Eltern lösen. 

Das neue Modell entlaste dabei also nicht nur die Schüler, sondern vor allem auch die Eltern.

Wie die «Aargauer Zeitung» schreibt, wird das Ganze folgendermassen umgesetzt: Im freien Lesen dürfen die Kinder einen eigenen Text auswählen, die Lehrperson gibt jedoch einen bestimmten Rahmen für das Lesen vor, beispielsweise ein Lesetagebuch führen.

Eltern haben Angst

Weiterhin bestehen bleiben aber zum Beispiel die Mathe-Aufgaben. Dafür fallen Biologie und Geografie weg. Und genau hier liegt die Befürchtung der Eltern: Ihrer Meinung nach würden die Kinder so einen regelrechten Schock erleiden, wenn sie die Schulstufe wechseln und plötzlich viel mehr Hausaufgaben in mehreren Fächern erledigen müssten.

Doch auch hier kennt Lamparter die Lösung: «In der sechsten Klasse erhalten die Schüler bewusst mehr Hausaufgaben im klassischen Sinne, um sie auf den Übertritt vorzubereiten.» (stj)

Publiziert am 23.09.2016 | Aktualisiert am 13.01.2017
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